Innenschau / Introspection

  Es geht wohl nicht ohne Flecke, dachte sie, als sie die Granatapfelkerne aus dem Gehäuse klopfte und zupfte und dabei ein paar rote Spritzer an der Wand entdeckte. Fleckenloses Gewissen. Fleckenlose Reinheit. *** No way to avoid stains, really, she thought, while pounding and patting the pomegranate seeds out of their case, spotting a…

Wandle in Schönheit / Walk in Beauty

Erinnere dich, freu‘ dich, halt‘ nicht fest. Geh weiter. Der Fluss, der sich am Fuße des Berges sich an dessen Felsen dort schmiegt und fließt, bleibt auch nicht stehen. Du findest in ihm nicht mehr jenes Wasser, in dem du einst gewandert bist. Und doch ist er noch immer derselbe Fluss. Nicht wahr? *** Remember,…

Heimliche Lehrer / Secret Teachers (4)

(English version below) Sie erinnerte sich an einen Bettler, den sie vor vielen Jahren einmal in einer Einkaufspassage in der Innenstadt gesehen hatte.  Zur Weihnachtszeit. Er lag demütig mit dem Gesicht nach unten gerichtet am Boden, mit den Händen zur stummen Bitte gefaltet. Kaum einer blickte zu ihm. Noch weniger gaben ihm etwas. Seitdem fragte…

Leben / Life

Die Renovierungsarbeiten waren schon in vollem Gange. In einem Jahr sähe es hier aus wie in einem Neubau. Irgendwie bedauerte sie das. Auch ihr Haus war erst komplett saniert und ausgebaut worden. Der alte Charme war dahin. Alles glänzte neu und unbescheiden. Die Schäbigkeit, die dem vorausgegangen war … hatte Charakter gehabt, die Stufen und…

Gehen, Sehen … (3)

Wien, Meidling Samstag Nachmittag. Es hatte einen Temperatursturz gegeben und heftig geregnet. Vermutlich deswegen waren so wenig Menschen zu sehen. Einige Läden waren bereits geschlossen. Die Straßen lagen ziemlich schläfrig und etwas trübe vor ihr. Das erinnerte sie an ihre Kindheit. Da schlossen samstags immer alle Geschäfte pünktlich um zwölf Uhr mittags … es schien…

Herr Herbst schickt Grüße …

Wie wohltuend die Tropfen des Regens auf die Seele fallen! Wie angenehm die Kühle sich auf der Haut anfühlt! Wie frei der Atem auf einmal ist. Sommer ist schön, so schön, aber Herbst auch. Kein Grund sich zu fürchten, nicht wahr? Die Geburt des Lichts findet in der dunkelsten Zeit statt. Wo denn auch sonst?…

End-Grenzt.

Und wieder war eine Grenze erreicht. Sie musste weiter gehen, zurücklassen, was ihr bekannt, vertraut geworden war, eine trügerische Art von Sicherheit zu vermitteln begann: es konnte nichts so bleiben, wie es war, denn es war ja nie, es entstand nur in jeglichem Augenblick. So warf sie alles ins Feuer, das der Erneuerung bedurfte. Sollte…

Schattenspringen in New York (5)

Unmöglich, diese Stadt in weniger als zwei Wochen zu erkunden. Unmöglich, eine Auswahl zu treffen. Zu sehr interessierten sie diese Straßen, Parks, Plätze und vor allem: ihre Menschen. Also ließ sie sich – wieder einmal, wie fast immer, wenn sie auf Reisen war – treiben. Sie ging einfach und folgte … ihrer Neugierde. Der Plan,…

Schattenspringen in New York (4)

Sie hatte Gene Roddenberrys Visionen immer geliebt, schon als Kind. Und das Universum einer besseren Welt, das im Laufe der Jahrzehnte der ursprünglichen Serie entstand, ja, das erst recht. Eine Erde, deren Menschheit alle globalen Probleme letztendlich friedlich gelöst hatte, in der die Menschen kein Geld mehr brauchten und voller Respekt den Weltraum erforschten, um dort Welten…

Schattenspringen in New York (3)

Oh, die Stadt überwältigte sie. Sie wanderte durch die Straßen, den Blick schweifend wie ein langhalsiger Vogel, um ja keinen der Abermillionen Eindrücke, die auf sie einströmten, zu verpassen. Natürlich wusste sie, ein unmögliches Unterfangen. Sie fasste nur wenig. So wenig. Sie wanderte. Wanderte. Wanderte. Fing Momente ein mit ihrer Kamera. Merkte mit jeder Stunde,…

Spalt im Herz

Im Rückblick, nachdem bereits viel Zeit verstrichen war, konnte sie sagen … und hier, schon hier musste sie innehalten im Text. Denn das Ende dieser Liebe hatte sie damals sprachlos werden lassen, rückhaltlos, verstört und unsagbar traurig, sogar jetzt noch spürte sie einen Nachhall dessen. Es gab nichts zu verstehen, auch keinen Grund für Zorn, […]

Springerin bereitet sich vor / Springerin prepares …

…ihre Fotos wollen ihr zur Zeit nicht so recht gelingen, ihr Blick scheint irgendwie getrübt. Auch die Worte tröpfeln spärlich. Es ist offenbar eine Zeit der Stille und der Innenschau. Allerdings plant die Springerin ihre nächste Reise. Sie führt nicht dorthin, wo sie ursprünglich geplant hatte zu reisen, aber sie freut sich unbändig. Überhaupt ist…

Spielst du mit mir? / Gonna Play With me?

Oder hast du eventuell was Leckeres für mich dabei? / You don’t have – by any chance – a goody for me??? Untertitel: Über das Wesentliche im Leben … / Subtitle: About Life’s Essentials …

Ein etwas düsteres Wien … / A somehow gloomy Vienna …

Ab- und jenseits der Walzerromantik, weit weg von der Ringstraße und den Palästen, nicht so weit von Schönbrunn, liegt dieser Bezirk, der auch schöne Seiten hat, strahlende, und ebenso weniger strahlende. *** Apart from the romantic famous Waltz, far away from bright, broad Emperor’s streets and ways, though not so far from Schönbrunn Castle, there…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (12)

Die Springerin, ihres eigenen Schattens immer gewahr, dankte der alten Stadt. Zu reisen kann Flucht bedeuten, oder aber Ankunft. Je nachdem. Dies ist wohl jeweils die Wahl des Reisenden. Bewegung ist … Ich verneige mich. Namaste!

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (11)

Am Tag vor dem Abflug wollte sie nochmal den Strand ausgiebig genießen. Stadt hatte sie in der ihren im Grunde eh genug. Obwohl ja jede über ihre wirklich eigene Seele verfügt, und Amsterdam hatte da etwas, das der ihren doch sehr entsprach. So putzte sie ihr Gefieder, gewissermaßen, und schritt dann los, ging an den smarten…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (9)

Ein Abstecher nach Haarlem (Abstecher, seltsames Wort eigentlich, wie die Springerin fand. Sie hatte keineswegs vor, irgendwen oder was abzustechen. Sie wollte nur sehen, was in Erscheinung trat, … ). Sie verbrachte also einen langen Nachmittag nach Haarlem … Fortsetzung folgt

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (6)

So hüpfen wir denn, Königin, zwischen den Regengüssen hin … schneller als die Monde kreisen …. (ziemlich frei nach Shakespeare) … … allerdings dauerte der Regen nie lange an. Kurz und heftig fielen die Güsse jeweils aus. Und als die Springerin dann auch noch das passende Schuhwerk fand, brachte sie nichts mehr aus der Fassung….

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (5)

Fortsetzung … Feiernde Menschen. Die Musik hatte sie schon von weitem gehört. Nun stand sie vor dem Gebäude, offenbar so etwas wie einem buddhistischen Zentrum. Das Fest allerdings fand etwas weiter entfernt in einem Strandcafé statt. Sie konnte die Menschen schemenhaft erkennen. Kinder tollten herum. Der Junge von vorhin war verschwunden, vermutlich hinter der nächsten Sanddüne,…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (4)

… Fortsetzung … Das Kind stand einfach da und schaute eine Weile zu, beobachtete sie, wie sie fotografierte. Es winkte ihr schließlich zu: es hieß die Springerin zu folgen. Sie zögerte keine Sekunde … sie erklomm die Sanddüne … und fand … … Fortsetzung folgt …

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (2)

Fortsetzung … Der Zauber der Stadt fing sie ein, indem sie sich dem Augenblick ergab. Sie strömte mit. Ging über die Brücke und gelangte ins berühmte Rotlichtviertel, ohne es gesucht zu haben. Fand die ebenso berühmten Schaufenster, in denen sich die Damen des Gewerbes zur Schau stellten. Zigaretten rauchten, während sie warteten, oder auf ihre…

Leeres Herz

… ist jenes. welches sich – noch voll – hungrigen Seelen zur Nahrung darbietet. Es dauert keine Sekunde und es ist leer. Anders als die Nussschale, die  – einmal leergefressen und fallen gelassen – nur mehr eins werden kann mit dem steinigen Boden, kann sich das menschliche Herz wieder öffnen und neu füllen. So lange es…

The Amazing Randomness of Things

Beiläufigkeit gewisser Erscheinungen zufällig wahrgenommen weil der Blick grad drauf fällt er hätte auch nach oben gerichtet gewesen sein können Schönheit in allen Dingen und viel mehr das Urteil im Herzbuch geschrieben Mitgefühl der Richter wenn es denn einen geben muss ***

Listening With Everything I Am

sometimes it takes all the strength to keep on listening to the very own heart and grit forgetting that heart always is universe (not only world) life is continuously calling

There is no time, really.

So, what has no beginning, will never end … … that’s why in real there is only love. Have faith, no doubts.

Das Leben …

… will einfach gelebt werden. Das eigene Leben ist dein wahres Kind, dein Selbst, und erst, wenn du es aushältst in seiner Leere und trotzdem liebst mit seiner ihm innewohnenden Schönheit … nein, nicht erst dann lebst du, aber du lebst … einfacher, liebevoller, sanfter. Solange wir unser eigenes Leben/Kind anbrüllen, negieren, verletzen, verdammen, sind…

Von der Unbezähmbarkeit

Wenn du genau hinschaust, ist das Wilde noch da. Egal, wie sehr sie versuchen, diese Welt zu regulieren, die Natur zu „kultivieren“, ihren chaotischen Formen eine missverstandene Klarheit und Linearität abzugewinnen … sie wird letztendlich obsiegen, selbst wenn wir Menschen dieses Juwel im Weltall tatsächlich zerstören können vor seiner Zeit. Es wird einfach neue Formen…

Hörst du, wie …

… der Wind verliebt flüstert: „Wie schön du bist, Liebste,  wie schön du dich wiegst zu meinem Lied …!“

Schönbrunner Schattenspiele

Noch tauchen wir im Sonnenlicht. Was sind wir mehr als Schatten? Sind diese nichts als Fingerzeig des Lichts, verweisen auf das Nichts, aus dem wir sind, in das wir geh’n? *** Vergiss‘ nicht: der Frühling kommt. Auch das ist Wirklichkeit.  

Eine lange Geschichte …

Ich habe Erzählungen gelauscht über den Mythos eines Volkes, das nach langer Zeit der Blüte schließlich sich auf dem absteigenden Ast befand. Anfangs schlich die Not unbemerkt in die Leben Einzelner, denen man die Schuld für ihre Misere in die eigenen Schuhe schob, bis so viele der Schuh drückte, dass keine Ausrede mehr möglich war…

Die Wildnis in dir

Sie tauchte ein, in diese Ruhe, die sich überall ausbreitet, wo Bäume waldartig zusammen stehen, sich kleine Flüsse durchs Erdreich schlängeln, um in Teiche zu münden, in denen sich die Welt, so wie sie grade ist, jeweils widerspiegelt. Heute war es die Wintersonne, die den kahlen und stumm in die Höhe ragenden Riesen einiges an…

Miracle Again, Life So New

Past like fallen leaves, drying before crumbling into dust. The present of now is bloom & shines like the silvery moon at the dark so dark night. A miracle new though everlasting everlasting in life. So why, my sweet heart, do you grieve about the fierce cold of winter, just gone by? Snow & ice will melt,…

Und wenn sie schon gestorben sind …

… erzählen die Schlösser noch ihre Geschichten. Auch die von jenen, welche diese Steine im Schweiße ihres Angesichts aufeinander geschlichtet haben, im Auftrag des Königs Architekten, sowie die  mehr oder weniger schamvoll verschwiegen Geschichten, Intrigengeschmiede, Liebesgeflüster, Dienstbotengetuschel und dergleichen, denn die Mauern, die schweigen wie ein Grab (oder hörst du sie wispern?). Eine Augenweide jedenfalls,…

Brandenburger Tor

Was dieser Boden nicht schon alles ertragen hat und was er nicht schon alles aufgesogen hat, und was nicht alles bereits geschehen ist und  was die Pfützen dort nach jedem Regen oder Schauer oder Sturm gespiegelt haben …  fragt‘ ich mich als Wanderin auf diesen Pfaden … gestern war’s ein berückend schöner blauer Himmel, ein…

Vor dem Frühling

Wenn der Boden,  die Bäume und Sträucher grau sind vor scheinbarer Leere, sie wirken wie erstarrt, die Sonne sich hinter bleischweren Nebelvorhängen verbirgt und nur die allernötigsten Strahlen sendet, so dass wir zumindest wissen es ist Tag … … dann … fällt das Warten manchmal schwer und manchmal nicht …

Silberne Schwingen

am Rande der Nacht schweigsamer Aufbruch einer Majestät welche mir völlig unverhofft die Ehre erwies einer ganz privaten Audienz

Noch ist es Winter

Da und dort lässt sich ermattet und ausgelaugt die Vergangenheit nieder und reminisziert auf eisigem Grund. Der letzte Sommer ist weit. Der kommende auch. Das Herz sehnt sich und hofft auf den Frühling. Selbst der lässt auf sich warten. Obwohl hier und da er erste Zeichen setzt. Geduld.

Das ist Schnee von gestern

Er ist geschmolzen. Heute brauchst du ein Boot, mich zu erreichen. Oder  ein geflügeltes Pferd. Deine Wahl.

Einer geht …

.. und glaubt sich ungeseh’n. Eine schaut. Doch. Keiner ist  verlor’n im Raum.  

Uncertainty

The Ice we walk on is very thin, my child. Beware. Let’s try not loose ground beneath our feet …