End-Grenzt.

Und wieder war eine Grenze erreicht. Sie musste weiter gehen, zurücklassen, was ihr bekannt, vertraut geworden war, eine trügerische Art von Sicherheit zu vermitteln begann: es konnte nichts so bleiben, wie es war, denn es war ja nie, es entstand nur in jeglichem Augenblick. So warf sie alles ins Feuer, das der Erneuerung bedurfte. Sollte…

Schattenspringen in New York (9)

Es lag nahe, nämlich nicht nur im sprichwörtlichen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes, das Empire State Building … hm, zu besteigen war nicht das richtige Wort bei hundertunddrei Stockwerken, von denen sie die ersten sechsundachtzig mit dem Lift fuhr. Aber die letzten sechzehn erkletterte sie tatsächlich (im Stiegenhaus steile und enge Treppen empor, nicht an…

Schattenspringen in New York (1)

Die tosende, glosende, großartige Stadt bot sich täglich an, dies zu tun. Sie fühlte sich seltsam vertraut an. Die Springerin ging durch ihre Straßenschluchten, überquerte Brücken, fand ruhige Plätze und scharfe Kontraste. Sie liebte den Pulsschlag der Stadt. Er machte sie unruhig, ja. Konfrontierte sie mit sich selbst, mit allen Sehnsüchten und Ängsten und Freuden….

Spalt im Herz

Im Rückblick, nachdem bereits viel Zeit verstrichen war, konnte sie sagen … und hier, schon hier musste sie innehalten im Text. Denn das Ende dieser Liebe hatte sie damals sprachlos werden lassen, rückhaltlos, verstört und unsagbar traurig, sogar jetzt noch spürte sie einen Nachhall dessen. Es gab nichts zu verstehen, auch keinen Grund für Zorn, […]

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (2)

Fortsetzung … Der Zauber der Stadt fing sie ein, indem sie sich dem Augenblick ergab. Sie strömte mit. Ging über die Brücke und gelangte ins berühmte Rotlichtviertel, ohne es gesucht zu haben. Fand die ebenso berühmten Schaufenster, in denen sich die Damen des Gewerbes zur Schau stellten. Zigaretten rauchten, während sie warteten, oder auf ihre…

„Flow“

Kümmert sich der Fluss um die Qualität des Fließens, während er fließt? Kümmert es das Wasser, das fließt, ob die Bedingungen passend sind oder nicht? Es fließt, es schlängelt sich, es untergräbt, bricht durch, überschwemmt, versickert, wird Dunst und Regen. Die Energie fließt, ob ich nun bereit bin oder auch nicht. Selbst wenn mein Körper…

Listening With Everything I Am

sometimes it takes all the strength to keep on listening to the very own heart and grit forgetting that heart always is universe (not only world) life is continuously calling

Das Leben …

… will einfach gelebt werden. Das eigene Leben ist dein wahres Kind, dein Selbst, und erst, wenn du es aushältst in seiner Leere und trotzdem liebst mit seiner ihm innewohnenden Schönheit … nein, nicht erst dann lebst du, aber du lebst … einfacher, liebevoller, sanfter. Solange wir unser eigenes Leben/Kind anbrüllen, negieren, verletzen, verdammen, sind…

Auferstehung / Resurrection

Nimm dir ein Beispiel an der Natur: jeden Winter scheint sie alles zu verlieren, und in jedem Frühling gewinnt sie alles wieder. Und wer sagt, Eiskristalle seien Nichts?  

Auf Waldwanderers Wunsch:

Das Gesicht des Drachen. Aber sei vorsichtig, die Sage spricht, blickst du direkt in sein Angesicht, verwandelst du dich in Stein. Ich … sah ihn ja durch die Linse :o) … und er war außerdem sehr freundlich. Er sagte mir, das Basiliskengetue wäre nur Show, in Wirklichkeit sei er ganz sanft und behüte einfach nur einen…

Eine lange Geschichte …

Ich habe Erzählungen gelauscht über den Mythos eines Volkes, das nach langer Zeit der Blüte schließlich sich auf dem absteigenden Ast befand. Anfangs schlich die Not unbemerkt in die Leben Einzelner, denen man die Schuld für ihre Misere in die eigenen Schuhe schob, bis so viele der Schuh drückte, dass keine Ausrede mehr möglich war…

Uncertainty

The Ice we walk on is very thin, my child. Beware. Let’s try not loose ground beneath our feet …

Der Verlust, der keiner ist.

Manchmal musst du das Licht aus der Dunkelheit schälen wie das Fleisch einer pelzigen Frucht, dann wieder erweckt es den Eindruck eines Tupfers aus reinster Sahne. Die Dunkelheit lässt es erscheinen, als würde das Licht aus ihr geboren. Die Schatten umhüllen wie Vorhänge oder Mäntel, die das Innere vor indiskreten Blicken schützen, vor unbedachten Verletzungen….

Das Neue Jahr / The New Year

Noch so neu, voller Möglichkeiten und Geheimnisse, verheißungsvoll! / So new, full of possibilities and secrets, promising. *** Dein Leben: ein Weg, den wirklich noch niemand vor dir gegangen ist. *** Your Life: a path truly never been walked on by anyone before you.

Der Wilde Ritt des Jahres …

Es war ein wildes Jahr, ein großes, bewegendes, beunruhigendes, unglaublich schönes und trauriges, ein glückliches Jahr. Es war ein Jahr unseres Lebens. Ein Jahreskreislauf, der beginnt, wenn in der Zeit der größten, dichtesten Dunkelheit, in der knisternden Kälte klammer Äste und Zweige nach allerlängster klirrender Nacht das Licht neu geboren wird, Richtung Sommer hin, der…

Liebespfeil

Ein stummer Schrei erreichte ihr Herz wie ein unsichtbarer Pfeil, als sie vorüberging. Im Augenwinkel nur hatte sie ihn wahrgenommen – sie blickte hin, aufmerksam geworden und erschrak. Schemenhafte Gestalt hinter Gittern. Den Kopf abgewendet, in monologisierende Isolation gebannt, nicht realisierend, dass sie existierte, den Ruf vernommen hatte, die Verzweiflung des Unerlösten verspüren konnte.  Sie glaubte…

L.I.E.B.E. – die persönliche Mutmaßung der Silvia S.

Ich maße mir nicht an, über Liebe jemals ein Wort schreiben zu können, das selbst Sinn machen würde oder wenigstens einigermaßen sinnerklärend wäre, obwohl ich – und zwar seit ich denken kann – mich stets mit diesem Begriff auseinander setzte. Was war das: Liebe? Später, nach einigen scheinbar missglückten Versuchen in Sachen „Liebe“ schrieb ich…

Die Geschichte des Lebens.

Das Kreischen der Möwen wurde übertönt vom Rauschen des Windes. Es war heute besonders kalt, der eisige Hauch peitschte ihre Wangen und trieb ihr Tränen in die Augen. Die Luft, die sie einatmete, prickelte in den Lungen. Sie sah verschwommen, wie die weißen Vögel durch die Luft taumelten, getragen vom Sturm sich nicht wehrten, sondern…

Ein Brief, ein Ruf.

Liebe Autorin meines Selbst, du weißt, wer ich bin, nach dir ruft. Du hast mich zuerst gerufen. Ich kam. Und dann … hast du mich beiseitegeschoben, zugunsten anderer Dinge, die deinen Geist zerstreuten. Du folgtest … einer anderen Weisung, du weißt schon, welcher. Ich frage dich: wie lange stehst du das noch durch, Liebes? Und…

Und wenn es …

… eine einzige Zeile ist, die sie schrieb! dachte sie bei sich, innerlich laut. Aber die würde sie schreiben. Eine Zeile pro Tag. Und seien es drei Worte, oder wie viele (oder wie wenig – war das nicht manchmal sogar mehr?) auch immer.  Und dann gab sie den Trotz auf. Schrieb diese Zeile. Es wurden sogar…

Einfach gar nichts …

Die Liebe hatte eine Schneise in das Dickicht ihres Selbst gerissen. Der Schmerz schaffte einen Durchblick in die Tiefe ihres Herzens, von der sie überrascht war, die sie nicht für möglich gehalten hatte. Jegliche ihrer Vorstellungen, romantischer und pragmatischer Natur, wurden über den Haufen und sie auf sich selbst zurück geworfen. Das, was sie empfand,…

Sweet Dreams … World …

What would we have if we did not have love? What would we do if we were not capable to love? What kind of songs would we write? What kind of pictures would we take? What would we give? Would we give? Anything at all? *** There may be hate and despair in this world,…

Anniversary

A couple of days ago I received information from WordPress that I had registered a year ago. I remember: I had the idea of just have a look on it. I only knew I wanted to do something creative. But I did not have a single glue what would become out of my first few…

Jahrestag

Vor ein paar Tagen erhielt ich von WordPress die Mitteilung, dass ich mich genau ein Jahr zuvor auf dieser Plattform registrierte hatte. Ja, ich erinnere mich daran, ich dachte damals, ich wolle mir das Ganze einfach mal so „anschauen“, etwas Kreatives tun. Ich hatte keine Ahnung was. Daraus. Werden. Würde. Und ob überhaupt. Und außerdem. Folgte…

Lebendigkeit!

Sie atmete durch und auf. Der Wald lud ein. Das eigene Leben, das größte aller Abenteuer, der gefährlichste aller Dschungel und Gebirgszüge, der Steppen und Wüsten, lockte und rief.  Dem Leben war es egal, woher sie kam und seit wann sie auf seinen Pfaden wandelte. Neu geboren, jeden Tag, mit jedem Atemzug, den sie tat….

Transparente Spiegelung

Sie war verloren gegangen im Labyrinth. Sie hatte geglaubt, alles sei klar, jedoch die Scheiben waren aus Panzerglas. Da kam nichts durch. Auch sie nicht. Sie hatte sich verirrt in scheinbarer Transparenz der Kommunikation, die Durchsichtigkeit der Gefühle hatte sich als Illusion erwiesen. Sie hatte sich selbst vor die Stirn gestoßen, im Versuch, auf die andere…

Letzte Tage dieses Sommers

Es war noch Sommer, aber schon fielen die Blätter von den Bäumen und welkten in Brückenritzen vor sich hin, vergilbten, wurden trocken und zerstäubten schließlich. Tränen, vom letzten Regen übrig geblieben, säumten Spinnweben wie funkelnde Edelsteine. Der Fluss darunter strebte seiner Mündung zu, einem größeren Fluss, ihre Wasser vermengten sich und somit floss er weiter…

Haselreife, Fortsetzung

Und als die Haselnuss reif war, hatte sie das Ende der Täuschung gerade überlebt. Etwas Wesentliches hatte seinen Abschluss gefunden, ein Schmerz begonnen, aber was blieb, war der Samen für etwas Neues. Bilder stiegen in ihr auf, als sie durch die spätsommerlichen Felder streifte, mit ihrer Kamera ausgerüstet, ihrer Therapeutin, einer der besten, die es geben…

Vergangenheitsbewältigung

Ausbrechen! Das Gespinst, das staubige, zerreißen. Die Fesseln: nur Illusion.  Wie lange habe ich daran geglaubt, ein heiliges Gebot zu erfüllen, indem ich mein Selbst verleugnete? Und welchen Frevel habe ich dabei in Wirklichkeit begangen?

Schweifen

Sie ließ den Blick schweifen. Das Tal lag vor ihren Füßen, breitete sich aus wie ein duftender wertvoller schwerer Teppich. Sie tat einen Schritt nach dem anderen, ging den Weinberg hoch. Auf dem Weinberg. Setzte sie sich in den Schatten einer Rebe und blickte hinab. Es tat gut, oben zu sein, einen Überblick zu haben….

Fortsetzung der Haselnussreife

Sie kam am Haselnussbaum vorbei, wenn sie zum Fluss ging, der eigentlich nur ein Flüsschen war. Daher konnte sie jedesmal einen Blick auf den Stand der Haselnussreife werfen. Diese ging langsam aber beharrlich vonstatten. In der Zwischenzeit fielen die letzten überreifen Marillen von den Bäumen, es kugelten noch einige aufgeplatzte und still vor sich hin…

Die Hasel (Fortsetzung der allmählichen Ganz-Werdung der Zeit)

Die Haselnüsse reiften langsam heran. Die Tage kamen und gingen. Mit ihnen die Sonne und der Regen, Wind und Wetter, in allen ihren Höhen und Tiefen. Die Vorgänge der Natur waren ein perfektes Spiegelbild ihres Inneren, sie durchlebte intensive Freude und ebenso Wut und Trauer, Enttäuschung, Erschöpfung … sie hatte das Gefühl, sich in einem…

Das allmähliche Ganz-Werden der Zeit

Es wurde ihr bewusst, dass sie das Heranreifen der Haselnuss würde beobachten können. Dankbarkeit stieg in ihr hoch. Und der Gedanke, was für ein Geschenk die Zeit doch sei. Nicht deren Zerstückelung, sondern als Dasein im Raum, inmitten der Erscheinung der Dinge, als Teil eines Ganzen, nicht überschaubar, nur erlebbar im Jetzt, dem allerkleinsten Stück…

Das Aufseufzen der Seele.

Sie atmete. Sie blickte über einen weiten Horizont. Fühlte den Wind auf ihrer Haut und in den Haaren. Die abendlichen Sonnenstrahlen umschmeichelten sie. Sie spürte das Gras unter ihren Fußsohlen, das pulsierende Leben der Erde, das Krabbeln der einen Insekten auf Zehen und Waden, hörte das Summen der anderen in der Luft. Sie roch die…

Beschwingtes Stadtpflänzchen …

Auch Lilien tanzen gern im Wind … Feste soll man feiern, wie sie fallen, einen idealeren Zeitpunkt als das Jetzt gibt es nicht.  

Ja, also …

… Sie müssen da lang gehen, nach dem dritten Tulpenbeet links abbiegen, an den Rhododendronbüschen vorbei, dann müssten Sie den Eingang zum Zoo schon sehen … aber passen Sie auf, heute läuft da ein Löwe frei rum und verspeist Leute, er hatte genug von den tiefgekühlten Steaks, die man ihm vorwarf … nein, ich erzähle…

Hingabe.

Wege tun sich auf, wenn du nur den Mut aufbringst, aufzubrechen und deine ganz persönliche Reise zu beginnen. Das Ziel? Wir werden sterben, das ist gewiss, alles andere ergibt sich. Haben wir vor, glücklich zu sein? Dann wird es uns auch gelingen. Wollen wir das ganze Paket Leben? Dann müssen wir auch Tränen und Schmerzen…

Losgelassen.

Ihre Absätze klapperten am Asphalt, die Schritte hallten wider im Licht der Nachmittagssonne. Sie eilte. Sie freute sich. Sie war ungeduldig. Sie bezähmte sich. Sie lächelte. Sie stellte sich die Umarmung vor, die sie erwartete, den Kuss, den Hauch seines Atems, seine Körperwärme, seinen Geruch. Sie konnte seine Haut unter den Gewändern spüren, und in…

Kindheitszauber

Rätselhafte Welt, in der Kinder heranwachsen, deren Sinne so offen sind, dass sie noch Dinge wahrzunehmen vermögen, welche den meisten Erwachsenen bereits verschlossen sind. Diese sind oft nicht einmal mehr in der Lage, sich an die Erlebnisse ihrer frühen Tage zu erinnern. Waren manche davon zu unheimlich, sodass sie verdrängt werden mussten? Die Ereignisse lösten Ängste…

Die Suche

Die Seele suchte eine menschliche Mutter, um zur Welt zu kommen. Sie hatte die Form eines Minotaurus in der Größe eines Daumens. Ein Däumling-Minotaurus also. Sein menschlicher Körper sah nicht übel aus. Er hatte hübsche, kräftige Waden und Schenkeln auf weder zu großen noch zu kleinen wohlgeformten Füßen. Sein Oberkörper war ebenso muskulös wie seine…

Freier Sprung

Wagst du den freien Sprung, will sagen, du springst in einen Abgrund ohne jegliche Sicherung, ohne zu wissen, wo oder wie du landest, sozusagen mit verbundenen Augen, einfach weil dir eine Stimme befiehlt zu vertrauen, stellt sich unter Umständen heraus, dass da nie ein Abgrund sondern nur ein Schritt zu tun war. Mit verbundenen Augen…

Allererste Sprungversuche

Man sagt, aller Anfang sei schwer. Und jede Reise beginne mit dem ersten Schritt. Dies soll keine Ansammlung Allgemeinplätze werden, sondern eine Art Pilgerschaft. Das Ziel wird sich im Laufe der Zeit herauskristallisieren, vorerst geht es ums schlichte Tun, ums Spielen. Mit Worten, Gedanken, Bildern, Dingen, Themen, Ideen, Gestalten, Wesen und so weiter und so…