Zwischen den Zeiten / Between Seasons

Offenbar gab es eine kurze Herbstpause in Park City: Sie waren ganz allein, nur untertags kamen Arbeiter, die das Haus nebenan renovierten. *** It seemed as if there was a short break between the seasons in Park City: they were completely alone, only workers came during daytime to renovate the house next door. © Silvia…

Heimfahrt / Homebound

Allmählich veränderte sich die Landschaft. Sie passierten Flagstaff und näherten sich Fredonia, einem vor zwei Jahren liebgewonnen Ort. Dort wollten sie Rast machen, einen Happen essen, bevor es dunkel wurde. *** The landscape changed. They passed by Flagstaff and were heading towards Fredonia, a place they had a keen memory of. There they wanted to…

Gesichter des Flusses / The River’s Faces

Sie folgten dem Rat eines Paares, das sie auf der Navajo Bridge trafen, einen kleinen Abstecher zum Fluss selbst zu wagen. Sie wateten im eiskalten Wasser badeten sowohl darin als auch im Spiel der Farben und des Lichts, das sie umgab. *** They followed the advice of a couple they met at Navajo Bridge to…

Colorado River!

Schließlich erreichten sie den Colorado River und überquerten die Navajo Bridge. Die Höhe war schwindelerregend. Der Anblick des Flusses atemberaubend. *** They reached Colorado River at last and crossed over the Navajo Brigdge. The height was somehow vertiginous. The view upon the river breathtaking. © Silvia Springer    

Kaffee, Kaffee / Coffee, Coffee

Bevor sie Sedona des morgens verließen, tranken sie Kaffee. Frisch gemahlen, duftend, wohlschmeckend, inspirierend. *** Before they left Sedona in the morning they drank coffee: freshly ground, aromatically, deliciously, simply inspiring. © Silvia Springer

Das Vergessen der Zeit / The Forgetting of Time

(Please read English translation beneath German version) Es war still hier. Licht. Farben. Gerüche. Ihr Gefährte schritt voran, sie nahme eine andere Wegbiegung, dachte, sie würden bei der nächsten aufeinander treffen. Sie verlor sich in den Eindrücken, die auf sie einströmten. Sie schaute, photographierte, schnupperte, blinzelte, lauschte. Sie tanzte verzückt und barfuß auf dem Rücken…

Margaritas!

Das Elote Cafe war – wie immer – gut besucht, sie mussten mit langen Wartezeiten rechnen. Ihr Gefährte machte sich auf, Margaritas zu besorgen, während sie auf der Terasse saß und auf das Hotelgelände blickte. Es war wie in einem dieser amerikanischen Filme. Schöne und reiche Menschen tummelten sich um den Swimmingpool. Vermutlich auch ein…

Klapperschlange / Rattlesnake

Diese war noch jung, sie wies noch keine Klappern auf. Im Zubeißen würde sie sofort die volle Ladung ihres Giftes versprühen. Sie war also gefährlicher als eine alte Schlange. Sie dankte dem Tier, dass es sich fotografieren ließ und belästigte es sonst nicht weiter. *** This one was young, it did not yet have its…

Chapel of the Holy Cross – Sedona, AZ.

Er wirkte so, als könne er jederzeit vom Kreuz herabsteigen. Er hatte allerdings anders entschieden. *** He looked as if he could descend from the cross at any moment. But his decision was a different one. © Silvia Springer    

Sedona

Kunstmarkt in Sedona, die Menschen waren gechillt und freundlich. Sie checkten ein und verschafften sich erst mal einen Überblick … … Walt Disney hatte hier gelebt, die Gegend war Kulisse für viele Western gewesen. Sedona war nach der Ehefrau von T.C. Schnebly benannt worden, der um 1899 in der Gegend eine Poststation eröffnet hatte. In…

Kindheitstraum / Childhood Dreams

(Please find English translation just below the German version. ) Irgendwie seltsam, durch eine Landschaft zu reisen, die fremd und doch vertraut war. Sie hatte seit ihrer ziemlich frühen Kindheit so viele Wildwest-Filme gesehen, die sie dazu inspirierten, eigene Geschichten zu erfinden, dass sie das Gefühl hatte, nie woanders als hier gewesen zu sein. Ihren…

On The Road Again

Sie packten ein paar Dinge, und los ging’s. Als sie durch die Wüste fuhren, lauschten sie den Klängen und hypnotischen Texten des Jim Morrison. Sie waren praktisch high, ganz ohne Drogen. Der Fahrtwind riss ihm den Hut vom Kopf. Sie fuhren ein ganzes Stück zurück, stiegen aus, liefen suchend durch das Gelände, aber er schien…

Das Selbst, Wildnis / The Self, Wilderness

Während der Reisegefährte seine jeweilige Busroute fuhr, strolchte sie alleine durch die Straßen, die mittlerweile vertraut waren. Sie wusste, wo es was zu finden gab, wie man dorthin und dahin kam und nahm zur Kenntnis, wie heimisch sie sich fühlte. Aber andererseits passierte ihr das immer, wenn sie auf Reisen war, nur „zu Hause“, in…

Frühstück bei … / Breakfast at …

… Sugarhouse Coffee … Der Kaffee schmeckte höllisch gut. Er weckte alle, wirklich alle Lebensgeister, selbst die gut versteckten. *** The coffee was hellishly good. It woke up all –  really all –  life spirits, even the very well hidden ones. © Silvia Springer    

Lichtfängerin / Catcher of Light

Es tat gut, wieder hier zu sein.  / It was fine to be here again. Es war heiß, trocken und staubig. Das Licht wunderbar. Und alles gut. *** It was hot, dry and dusty. Wonderful light. Everything was good. © Silvia Springer  

Bäume in Flammen / Flaming Trees

Sie liebte das Licht in Salt Lake City. Jeder Sonnenuntergang war neu. Heute standen die Berge in Flammen, die Welt war erleuchtet. *** She loved the light in Salt Lake City. Every sunset was new. Mountains and trees were in flames today, world  was enlightend. Cowgirl doesn’t get the blues.

Offen / Open

….. magische Augenblicke / magical moments … Hier war sie wieder, bereit für Wunder. / Here she was again, ready for miracles to happen.

Arbeit / Work

Sie mochte die Art, wie sie sich bewegten. Langsam, lässig, besonnen, kein Handgriff zu viel. *** She liked the way they moved. Slow, cool somehow, prudent, not one movement too much.

Heilige Orte / Holy Places

Dort gehörst du hin. / That’s where you belong to. Es ist möglich. / It’s possible. Wenn es nicht möglich ist, wo ist dann dein Herz? / If it is not possible, well, where is your heart then?  

Schattenspringen in New York (5)

Unmöglich, diese Stadt in weniger als zwei Wochen zu erkunden. Unmöglich, eine Auswahl zu treffen. Zu sehr interessierten sie diese Straßen, Parks, Plätze und vor allem: ihre Menschen. Also ließ sie sich – wieder einmal, wie fast immer, wenn sie auf Reisen war – treiben. Sie ging einfach und folgte … ihrer Neugierde. Der Plan,…

Schattenspringen in New York (3)

Oh, die Stadt überwältigte sie. Sie wanderte durch die Straßen, den Blick schweifend wie ein langhalsiger Vogel, um ja keinen der Abermillionen Eindrücke, die auf sie einströmten, zu verpassen. Natürlich wusste sie, ein unmögliches Unterfangen. Sie fasste nur wenig. So wenig. Sie wanderte. Wanderte. Wanderte. Fing Momente ein mit ihrer Kamera. Merkte mit jeder Stunde,…

Schattenspringen in New York (2)

Ein heftiger Regenguss zwang sie, unter einen Hotelbaldachin zu flüchten. Dort stand sie, zusammen mit dem Doorman des Hotels, und wartete. Sie sprachen über den Regen, er meinte, er würde Stunden andauern. Die Straßen schienen leer. Hin und wieder ging ein Passant – mit oder ohne Regenschirm – vorbei. Eine alte Frau schob ihren Rollator vor…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (12)

Die Springerin, ihres eigenen Schattens immer gewahr, dankte der alten Stadt. Zu reisen kann Flucht bedeuten, oder aber Ankunft. Je nachdem. Dies ist wohl jeweils die Wahl des Reisenden. Bewegung ist … Ich verneige mich. Namaste!

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (11)

Am Tag vor dem Abflug wollte sie nochmal den Strand ausgiebig genießen. Stadt hatte sie in der ihren im Grunde eh genug. Obwohl ja jede über ihre wirklich eigene Seele verfügt, und Amsterdam hatte da etwas, das der ihren doch sehr entsprach. So putzte sie ihr Gefieder, gewissermaßen, und schritt dann los, ging an den smarten…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (10)

Zur Metro … schnell … ! … und in jeglicher Bewegung liegt ein Kern der Stille, in jener die Kraft, aus der  / dem das All / all das geboren wird … völliger Stillstand  – Tod, Neugeburt. Flucht, unmöglich. Daher: sei. Einfach.

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (9)

Ein Abstecher nach Haarlem (Abstecher, seltsames Wort eigentlich, wie die Springerin fand. Sie hatte keineswegs vor, irgendwen oder was abzustechen. Sie wollte nur sehen, was in Erscheinung trat, … ). Sie verbrachte also einen langen Nachmittag nach Haarlem … Fortsetzung folgt

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (7)

Die Schuhe, die sie noch lange würde tragen können … auf vielen Reisen und auf noch mehr Wegen, außer vielleicht … in die Oper oder so … (und Tango tanzen würde sie auch nicht unbedingt mit ihnen …) Fortsetzung folgt.

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (6)

So hüpfen wir denn, Königin, zwischen den Regengüssen hin … schneller als die Monde kreisen …. (ziemlich frei nach Shakespeare) … … allerdings dauerte der Regen nie lange an. Kurz und heftig fielen die Güsse jeweils aus. Und als die Springerin dann auch noch das passende Schuhwerk fand, brachte sie nichts mehr aus der Fassung….

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (5)

Fortsetzung … Feiernde Menschen. Die Musik hatte sie schon von weitem gehört. Nun stand sie vor dem Gebäude, offenbar so etwas wie einem buddhistischen Zentrum. Das Fest allerdings fand etwas weiter entfernt in einem Strandcafé statt. Sie konnte die Menschen schemenhaft erkennen. Kinder tollten herum. Der Junge von vorhin war verschwunden, vermutlich hinter der nächsten Sanddüne,…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (4)

… Fortsetzung … Das Kind stand einfach da und schaute eine Weile zu, beobachtete sie, wie sie fotografierte. Es winkte ihr schließlich zu: es hieß die Springerin zu folgen. Sie zögerte keine Sekunde … sie erklomm die Sanddüne … und fand … … Fortsetzung folgt …

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (3)

Fortsetzung … Und am Abend ein Spaziergang am Meer … was für eine Entdeckung, mit der sie überhaupt nicht gerechnet hatte. Im Inserat stand nichts davon, dass der Strand keine fünf Minuten vom Appartement entfernt lag. Lediglich wurde erwähnt, dass es ganz in der Nähe eine Straßenbahn gab, mit der man ungefähr zwanzig Minuten fuhr,…

Amsterdam – die Springerin auf Reisen … (1)

Sie reiste in der Walpurgisnacht – der richtigen, gemäß dem Stand des Mondes, nicht des Kalenders – los. Als der Flieger über der Stadt kreiste, um zur Landung anzusetzen, hing er – der Mond, nicht der Flieger – rund, schön, ernst, weiß und sagenhaft stumm am Himmelszelt und verhieß, so beschloss die Springerin, nur Gutes….

Lingfield, England

Housesitting, 1989 Einen ganzen Sommer lang. Ein Cottage aus dem 16. Jahrhundert. Es war ein Gefühl der Trunkenheit, und ich ganz schön albern. Hätte Will Shakespeare vorbeigeschaut, wäre ich nicht einmal erstaunt gewesen, im Gegenteil war ich verwundert, ihm NICHT zu begegnen … Der Garten ein Traum. „Hüpfen wir denn, Königin, schweigend nach den Schatten hin…

Rom(e)

  Was hätte er uns heute zu sagen? / What would he tell us today? 2008

Art Deco in Rom(e)

Was man an Regentagen so tut: in alten Fotos stöbern … / On rainy days: browsing through old photographs … (Ein Wohnhaus in Rom /  A Roman Appartement Building, 2008)