Schattenspringen in New York (2)

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Ein heftiger Regenguss zwang sie, unter einen Hotelbaldachin zu flüchten. Dort stand sie, zusammen mit dem Doorman des Hotels, und wartete. Sie sprachen über den Regen, er meinte, er würde Stunden andauern. Die Straßen schienen leer. Hin und wieder ging ein Passant – mit oder ohne Regenschirm – vorbei. Eine alte Frau schob ihren Rollator vor sich her und wartete schließlich für eine Weile neben ihr, bevor sie sich wieder in den nun gemäßigteren Regen begab. Der obdachlose Mann vis-a-vis nahm den Regen gelassen hin. Er hatte es einigermaßen trocken, da, wo er offenbar zu Hause war. Sie hatte ihn oft gesehen in den vergangenen Tagen. Also nahm sie an, es handelte sich quasi um seine „Adresse“. Ja. Er hatte eine Adresse. Nahm sie an. Und falls es doch nicht so war, für sie hatte er eine.

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