Der nächste Tag war kühl / The next day was cool

Aber so lange die Herzen warm vor Liebe sind, können kalte Winter kommen. Der Schnee wird schmelzen. Das Wasser fließen. Und Neues erblüht. *** But as long as the hearts are warm in love, cold winters can come. Snow will melt, water will flow. And new flowers will bloom. © Silvia Springer      

Es war der letzte heiße Tag des Sommers … / It was the last hot day of summer …

English version below Das Wetter schlug um. Eine Stunde später geriet sie in den strömenden Regen und das Kleid klebte nass an ihrem Körper. Der Schirm ging kaputt, kein Unterstand weit und breit, Geschäfte bereits geschlossen. Es war nichts zu machen außer sich dem Regenguß zu ergeben, aus den Schuhen zu schlüpfen und barfuß den…

Kommunikation / Communication

Inmitten des Lebens, und immer in Bewegung. Zu finden den einen Punkt der Ruhe, die Unschärfe dessen, was außerhalb ist, genießen als die Liebkosung des Universums. Der Wind streicht über die Blüten, was soll’s?/ Within Life, always in motion. To find the state of quietude and to enjoy what is outside of that as Universe’s…

Der Ahnen Ruf / Ancestor’s Call

Woher wir kommen, was wir zurücklassen, wofür wir dankbar sind,  unser Schicksal erfüllen: … sie sagen nicht: „Wiederhole!“ Sie flüstern beständig: „Sei neu! Sei neu! Sei neu!“ *** Where we come from, what we leave behind, what we are grateful for,  to fulfill our destiny: … they do not say: „Repeat!“ They keep whispering, „Be…

Flüssiges Gold / Liquid Gold

Sie begriff, Liebe war nichts, was sich vorstellen, aber alles, was sich erfahren ließ … und so gab sie nach und wurde zu der, die sie schon längst war, ohne aufhören zu werden, was sein sollte von Anbeginn der Zeit … *** She realized Love was nothing to only be an image but everything to…

LichtWandeln / LightWalk

Im Gehen (in Licht oder Dunkelheit) zeigen wir unsere Seele, selbst wenn wir versuchen, sie zu verbergen. Aber warum sollten wir das tun? Wir wurden doch geboren, damit wir sind, nicht wahr? *** As we walk (in light or darkness) we show our soul, even if we try to hide it. But why should we…

Der Weg / The Path

 „Heller und dunkler Grund, alles eine Frage des Standpunkts“, dachte sie, als sie ging. *** „Light and dark reason, all a matter of position“, she thought as she left. © Silvia Springer          

Wie man über Schatten springt / How to jump over shadows

English version below Tu, was auch immer du WIRKLICH willst. Folge dem Herzen, und der Grund, auf dem du wandelst, wird Licht. Auf dem goldenen Strahl des Selbst reitest du dann und überwindest die Furcht. Ehe du dich versiehst, befindest du dich auf der anderen Seite deines Schattens. Springen heißt: in Veränderung. Bleiben. Ha! ***…

Veränderung / Transition

Sie begannen irgendwann damit, das Dach abzutragen. Aus Alt sollte Neu, mehr Wohnraum geschaffen werden. Sie dokumentierte mit ihrer Kamera, manchmal mit ihrem Handy, je nachdem was sie gerade dabei hatte, die Entwicklung. Es war spannend, die Veränderung zu verfolgen. Sich durch das äußere Geschehen bewusst zu machen, wie Leben fortschreitet, wie unaufhaltsam es passiert….

Geheimnisvoll der Augenblick/ Mystery Moment

English version below: Voll des Zaubers: das Leuchten, der Schatten. Was will sichtbar werden, was im Verborgenen warten. Schönheit selbst da, wo unvermutet ein Gegenstand golden ins Licht rückt, der andernfalls unbemerkt gräulich still geduckt vor den Augen der anderen einfach ist. Erinnerung: es ist der Geist, der sieht die Wahl, die er trifft. Die…

Hello World!

Keep on inspiring! Keep on being inspired! Keep on Growing Towards the Light. Let Darkness Be The Soil In which we Root with Love.    

HerzWelle / HeartWave

In dem Moment, als sie glaubte, ihr Herz müsse brechen, begann es zu schmelzen. The very moment she believed her heart would break it began to melt.  

Leben / Life

Die Renovierungsarbeiten waren schon in vollem Gange. In einem Jahr sähe es hier aus wie in einem Neubau. Irgendwie bedauerte sie das. Auch ihr Haus war erst komplett saniert und ausgebaut worden. Der alte Charme war dahin. Alles glänzte neu und unbescheiden. Die Schäbigkeit, die dem vorausgegangen war … hatte Charakter gehabt, die Stufen und…

Lichtstrahl / Ray of Light

Über Hoffnung müssen wir uns keine Gedanken machen. Selbst wenn wir selbst sie von Zeit zu Zeit verlieren, wir finden sie in den Menschen wieder, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtigen Dinge tun. *** We don’t have to muse about hope. Even when we ourself loose it from time to time, we…

Kampflos / No Battle

(English version below) „In euch tobt ein Kampf“, sagte er. „Ihr glaubt, euch entscheiden zu müssen zwischen Licht und Dunkel. Dabei überseht ihr, dass ihr die Grenze seid zwischen Tag und Nacht, dem Leben und dem Tod.“ Er hielt für einen Augenblick inne. Blickte in die Runde. Ließ die Worte sickern. „Fühlt ihr euch traurig,…

Über die Liebe zur Welt …

Der Sommer war vorübergezogen, ehe sie es merkte. So sehr lebte sie im Augenblick. Da tat es keinen Abbruch, wenn es regnete oder schneite. Was es gerade nicht tat, schneien. Aber es regnete. Und es war kalt geworden, plötzlich. Wie eine Eidechse auf einem Fels erstarrte sie. Das Blut gefror ihr, sozusagen. War sie kaltblütig?…

ShadowLight

  Do not ignore the signs. Miracles only happen when you see the abyss. Otherwise it would be just one incident more in a line of blindness. The world of beauty can be flushed down in a second. Take care! With love.      

Gehen, Sehen … (13)

    Fragt ein Bison sich, wohin seine Wanderschaft ihn führt? Er geht. Darauf kommt’s wohl an. Er folgt dem, was er vor sich findet. Er bleibt nie, um eine Weide völlig abzugrasen. Das Gras hinter ihm richtet sich wieder auf, die Erde ist gepflügt von seinen Hufen. Vor ihm liegt aller Reichtum den er…

Gehen, Sehen …. (12)

  Wie erstes Herbstlaub wirbelten die Mütter mit den Kindern an ihren Händen über die Mariahilferstraße. Was würde geschehen, wenn sie sie losließen, später einmal? In welche Welt würden sie geschickt, entlassen, freigesetzt? Ich wünsche jedem Kind, einen, zumindest einen Menschen zu haben, der es einfach liebt. Oder Menschen, die in der Lage sind, Liebe…

Gehen, Sehen … (10)

Es war Samstag Morgen, als sie zu dem Treffen ging. Noch nicht allzu viele Menschen unterwegs. Der Tag versprach so richtig heiß zu werden. Das Sonnenlicht reflektierte sich in den Fensterscheiben und warf silberne Flecke auf gegenüber liegende Häuserfronten. Hin und wieder tuckerte ein Auto friedlich vor sich hin. Sie liebte die frühen Morgenstunden. Die…

Gehen, sehen … (6)

  Etwas veränderte sich, merkte sie. Nein, es befand sich bereits seit längerem in Veränderung. Es begann sich zu verfestigen, zu manifestieren, zu offenbaren. Überall. Es war nichts Privates mehr. Nichts Persönliches. Es hatte immer alle betroffen, aber nun begann es sich auch dort zu zeigen, wo scheinbare Inseln der Glückseligkeit im Ozean der privaten…

Gehen, Sehen … (5)

Nein, sie würde nicht zur Philadelphia-Brücke gehen, sondern den Weg über die Tivoli-Gasse nehmen, in Richtung Schönbrunn. Sie ging an den Gassen, in denen sie zur Schule gegangen war, den Wohnungen ihrer Freundinnen und Freunde vorbei, die hier ebenfalls schon längst nicht mehr lebten. Sie konnte aber immer noch ihr Lachen hören. Ihr Weinen. Die…

Gehen, Sehen … (4)

  Die Hauptstraße wurde wieder einmal aufgerissen. Seit man sie zur Fußgängerzone erklärt hatte, damals Ende der Siebziger Jahre, kam sie nicht zur Ruhe. Immer wurde sie an einem Teil wieder aufgegraben, neu betoniert, mit Bäumen versehen, Bänken, Cafes … immer haftete ihr ganz besonders das Beiläufige, Nie-Völlig-Fertige an. Sie erinnerte sich noch an die…

Gehen, Sehen … (3)

Wien, Meidling Samstag Nachmittag. Es hatte einen Temperatursturz gegeben und heftig geregnet. Vermutlich deswegen waren so wenig Menschen zu sehen. Einige Läden waren bereits geschlossen. Die Straßen lagen ziemlich schläfrig und etwas trübe vor ihr. Das erinnerte sie an ihre Kindheit. Da schlossen samstags immer alle Geschäfte pünktlich um zwölf Uhr mittags … es schien…

Gehen, Sehen … (2)

  Ihr Heimatgrund. – Zumindest war sie dort aufgewachsen, und ja, dieser Bezirk hatte sie geprägt. Er hatte sich verändert, so wie sie selbst sich auch. Hatte er das? Hatte sie selbst? Ja und Nein, Ja und Nein … hinter den vielfältigen Erscheinungen schlagen immer noch menschliche Herzen. Damals wie heute. Morgen sicher auch noch…

Perspectives

We are (in) the things we see within but mind you we all are in the midst of things so where is the centre? Exactly!

Happiness

Die Springerin hat ein neues Spielzeug. Sie legte sich Kopfhörer zu, zum ungestörten Hören von Musik, da die neue Nachbarschaft zumindest bei geöffneten Fenstern im Sommer dies unmöglich machte. Entweder, weil sie um drei Uhr morgens selbst niemanden aus dem wohlverdienten Schlaf reißen mochte oder auch untertags keinen Wert darauf legte, den hofseitig Lebenden stundenlang ihren…

Schattenspringen in New York (21)

Der Abschied nahte. Da jeder Augenblick mit intensiven Gefühlen erlebt wurde, war er da, ehe sie sich darauf vorbereiten konnte. Was vermutlich gut war, denn hätte sie Zeit gehabt darüber nachzudenken, wäre ihr das Kofferpacken, das Zusammengeklaube der verstreuten Dinge im Hotelzimmer nicht so leicht gefallen. So fiel sie am letzten Abend schließlich todmüde in…

Schattenspringen in New York (6)

Es war seltsam. Sie, die so geräuschempfindlich war, Musik nur hörte, wenn sie wirklich Musik hören wollte und keine simple Berieselung, und schon gar nicht bei der Arbeit, schätzte. Sie, die in der Nacht beim kleinsten Geräusch augenblicklich hellwach wurde und danach nicht mehr einschlafen konnte. Sie, die irgendwie allergisch auf allzu laute Stimmen reagierte, die…

Schattenspringen in New York (5)

Unmöglich, diese Stadt in weniger als zwei Wochen zu erkunden. Unmöglich, eine Auswahl zu treffen. Zu sehr interessierten sie diese Straßen, Parks, Plätze und vor allem: ihre Menschen. Also ließ sie sich – wieder einmal, wie fast immer, wenn sie auf Reisen war – treiben. Sie ging einfach und folgte … ihrer Neugierde. Der Plan,…

Schattenspringen in New York (3)

Oh, die Stadt überwältigte sie. Sie wanderte durch die Straßen, den Blick schweifend wie ein langhalsiger Vogel, um ja keinen der Abermillionen Eindrücke, die auf sie einströmten, zu verpassen. Natürlich wusste sie, ein unmögliches Unterfangen. Sie fasste nur wenig. So wenig. Sie wanderte. Wanderte. Wanderte. Fing Momente ein mit ihrer Kamera. Merkte mit jeder Stunde,…