Die Ruhe, das Lächeln, das Lachen der Buddhas / The Calmness, The Smile, The Laughter Of The Buddhas

Buddhas © Silvia Springer
© Silvia Springer

English version below.

Auf dem Weg zur Apotheke. Sie hatte gehört, es gäbe wieder Einweghandschuhe. Gab es (noch) nicht, dafür ein paar Masken, die ja auch rar waren. Von einem Kollegen hatte sie eine selbstgenähte Stoffmaske geschenkt bekommen, die hatte er letzten Freitag ausgeteilt, einfach so, von einer Freundin genäht, aus seinen alten Hemden.

Die Apothekerin, die einen Schutzhelm aus Plexiglas trug, gab ihr einen heißen Tipp, angeblich gäbe es noch in einer Drogerie Handschuhe. Die erklärten ihr, die seien bereits wieder ausverkauft, aber es käme jeweils zwei Mal die Woche eine neue Lieferung. Pro Kunde durfte nur eine Packung ausgegeben werden (vernünftig, wie sie fand), und sie wären schnell wieder weg. Wann denn die Lieferung käme? Sie hatte Glück, dass sie diese Woche im Homeoffice arbeitete, denn dann könnte sie einen Sprung zum Geschäft machen, da die Lieferungen am späten Vormittag erfolgten.

Alle standen irgendwie unter Schock, die einen mehr, die anderen weniger, aber unberührt ließ diese Situation wirklich niemanden. So viele Dinge, die einem bewusst machten, wie fragil das ganze System doch war!

Letzte Woche war bei ihr zu Hause für zwei Tage das Internet ausgefallen. Gestern spät abends rief ein Freund etwas nervös an: er hätte keinen Strom mehr. Kein Internet. Keinen Lift. Er hatte MS. Alles, was für sie schon eine Herausforderung war, bedeutete  für ihn … sie überlegte, ihm Kerzen zu bringen, dankbar dafür, dass sie vor dem Shutdown daran gedacht hatte, ein paar mehr davon zu kaufen, man wisse ja nie.

Allerdings löste sich das Problem schnell, Arbeiter waren bereits eingetroffen und stellten die Stromversorgung des Hauses wieder her. Alles war gut. Dankbarkeit machte sich breit.

Sie dachte, früher hätte man sich vielleicht eher über die schlechten Leitungen aufgeregt, nun war man froh, dass es Menschen gab, die den Schaden schnell wieder beheben konnten. Irgendwie war ihr nach Weinen zumute, weil … es schön war, wie alles zusammenhing, und wie gewissenhaft Menschen waren.

***

She rushed to the pharmacy. She’d heard they had disposable gloves again. Not yet, she was told, but there were at least a few masks, which were also rare goods. A colleague had given her a self-made cloth mask, which he had given out last Friday, just like that and for free, sewn by a friend from his old shirts.

The pharmacist, who wore a protective helmet made of Plexiglas, gave her a hot tip, allegedly there were still gloves available in another drugstore. There she was also told that they were already sold out again, but there was delivery twice a week. They were only allowed to give out one pack per customer (reasonable, she thought), and they would be gone again quickly. When would the delivery arrive? She was lucky that she was working in the home office this week, because then she could make a jump to the drugstore, since the deliveries would take place late in the morning.

Everybody was in some kind of shock, some more, some less, but this situation really left nobody untouched. So many things that made you realize how fragile the whole system was!

Last week the internet was down at her home for two days. Yesterday late at night a friend called a bit nervous: he had no electricity. No internet. No elevator. He had MS. Everything that was a challenge for her meant for him … she was thinking about bringing him candles, grateful that before the shutdown she had thought about buying a few more, you never know.

However, the problem was quickly solved, workers had already arrived and were restoring power to the house. Everything was fine. Gratitude spread.

She thought that in the past people might have been more upset about the bad wiring, but now they were glad that there were people who could quickly repair the damage. Somehow she felt like crying because… it was beautiful how everything was connected and how conscientious people were.

(Translated this time with help of DeepL, free version, so grateful)

3 Kommentare Gib deinen ab

  1. dwege sagt:

    wie sagte schon Gertrude Stein: ein buddha ist ein buddha ist ein buddha? oh, hab mich vertan, von der rose war die rede 🤲

    1. diespringerin sagt:

      Ja, ja, und Rosen sind schön, haben allerdings spitze Dornen, aber wenn man das weiß, kann man sie angemessen behandeln, mit Respekt und Fingerspitzengefühl eben, nicht wahr ;o) …

      1. dwege sagt:

        liebe Silvia, erinnere bei rosen einen versuch in der jugend, englisch zu lernen, ein spruch blieb:
        „roses are red, violets are blue, sugar is sweet and so are you.“ alles andere vergessen. 🌹

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