Ihr müsst vom Frieden genauso überzeugt sein / You must be as convinced of peace

English translation below

„Ihr müsst vom Frieden genauso überzeugt sein wie vom Krieg“, sagte er, und seine Stimme traf jene, die zuhörten, mitten ins Herz, denn er sprach mit einer undramatischen Intensität, die beispiellos und berührend war, weil sie Ausdruck einer echten Empathie war. „Dann stellt sich ein Gleichgewicht ein.
Wieso glaubt ihr so fest daran, dass der Egoismus in der Welt überwiegt? Habt ihr wirklich – jeder und jede Einzelne von euch – so viel schlechte Erfahrungen gesammelt, nie Freundlichkeit, Mitgefühl, Solidarität erlebt? Seid ihr womöglich deshalb davon überzeugt, dass die Menschen unfähig sind, aus der Geschichte zu lernen, weil ihr selbst so ichbezogen lebt? Weil ihr selbst auf nichts verzichten mögt und daher lieber untergeht, als eure Verhaltensweisen zu verändern, eure Werte einer Überprüfung zu unterziehen und vor allem erkennt, wie vernetzt alles mit allem ist? Dass ihr nicht von anderen verlangen könnt, was ihr selbst nie und nimmer bereit seid zu leben?
Wisst ihr, wie kalt Kälte ist? Wie Dürre nicht nur den Boden so ausdörrt, dass nicht nur kein Gras, sondern auch kein Korn zu wachsen vermag, die Seele verbrennt? Wisst ihr, dass ein jegliches Zuviel für etwas anderes ein Zuwenig bedeutet und damit Ungleichgewicht in die Welt gebracht wird?
Wisst ihr, dass es zu jeder Zeit Menschen, ganze Völker gab und gibt, die nicht einmal TRÄUMEN von Urlaub und Spaß, weil sie so mitten in ihrem Überlebenskampf stecken, der sich darum dreht, eine warme Mahlzeit für sich und die Kinder zu haben, ein Dach, sei es ein Ziegel- oder auch nur ein Wellblech-Dach oder eine Zeltplane über dem Kopf zu wissen, und Kleidung?
Wisst ihr, dass mitten unter „uns“, in der so genannten Ersten Welt, Menschen im Winter frieren, weil sie sich die Heizkosten nicht mehr leisten können, oder händeringend vor Ämtern stehen, weil sie nicht wissen, wie sie weiterhin ihre Mieten und Rechnungen zahlen sollen.
Vom Zurückzahlen von Krediten rede ich gar nicht. Auch nicht davon, wie viele davon aus Not entstanden und wie viele einem seltsamen Konsumwahn – ja geschuldet sind.
Wir werden immer „Dreck“ machen, das liegt in der Natur. Nur haben wir in der Hand, welche Art von „Dreck“ das ist und wieviel davon. Sind wir bereit, einen echten Ausgleich zu schaffen mit bewussten Entscheidungen, dass auf dieses und jenes „verzichtet“ wird, um etwas anderes, schöneres, wichtigeres, was immer die Gründe sind, zu erlangen? Ist es dann ein Opfer, für das wir dann wieder eine Entschädigung brauchen?
Ein jegliches hat doch seinen Preis, und der bemisst sich nicht in Geldwährungen oder Gold und Geschmeide. Wer ist was, wieviel wert?
Sind „Gesunde“ besser als „Vulnerable“? Gibt es Leben, das „unwerter“ ist, gelebt zu werden und welche Ängste erzeugt dieses Denken, die es ohne es gar nicht gäbe?
Warum rennt ihr mit Gesichtern durch die Straßen, die wie Waffengeschütze wirken? Rempelt dauernd Leute an und um, ohne es zu merken? Warum heftet ihr euren Blick auf euer Smart- oder I-Phone, als könntet ihr ihn nicht mehr heben und die Welt unmittelbar um euch ertragen?
Warum braucht ihr Helden und Heldinnen mit Superkräften oder Außerirdische (und es ist egal, ob es sie nun wirklich existieren oder nicht), um euch daran zu erinnern, was das Leben tatsächlich von euch fordert: Mitgefühl, die Fähigkeit zu lieben. Wisst ihr, dass zu lieben bedeutet, das, den anderen einfach so sein zu lassen, wie es, er, sie IST.
Der Wunsch zur Veränderung ist ein ganz natürlicher. Er ist. Wenn er gelassen wird, geschehen Wunder, so wie Pflanzen einfach wachsen, einfach so. Ein Gärtner oder eine Gärtnerin vertraut auf die Fähigkeit der Samen, dass aus ihnen wird, was sie sein sollen. Eine Kirschblüte entsteht an einem entsprechenden Baum, es wird keine Sonnenblume daraus oder ein Getreide.
Warum glaubt ihr, alles kontrollieren zu müssen? Warum denkt ihr, ihr könntet alles richtig machen? Egal wie viele Regeln ihr befolgt, ihr werdet dennoch immer nur die Vollkommenheit anstreben, aber niemals erreichen. Das ist deshalb so, damit ihr lernt, demütig (nicht: gedemütigt, bitte unterscheidet gut) zu sein, zu werden, Geduld für die Schwächen anderer und der eigenen aufzubringen, immer wieder Mut zu schöpfen, neu zu beginnen, ohne das Gefühl zu haben oder zu vermitteln, dass es so etwas wie „Versager“ oder „Versagerinnen“ gibt. Existiert dieses Konzept in euren Köpfen, dann bedeutet das, es gibt ausschließlich Versager:innen. Versteht ihr? Eignet euch den Anfänger:innenGeist an. Erinnert euch, dass mit jeder Ausatmung etwas Altes, Verbrauchtes stirbt und mit jeder Einatmung eine Neugeburt erfolgt. Ist das nicht wunderbar? Ein ganz realer Grund zur Hoffnung?“
Namaste.

© Silvia Springer

***

„You must be as convinced of peace as you are of war,“ he said, and his voice struck right in the heart of the listeners, for he spoke with an undramatic intensity that was unprecedented and touching because it was an expression of genuine empathy. „Then a balance sets in.
Why do you believe so strongly that selfishness prevails in the world? Have you really – each and every one of you – had so many bad experiences, never experienced kindness, compassion, solidarity? Are you possibly convinced that people are incapable of learning from history because you yourselves live so self-centered? Because you yourselves do not want to give up anything and therefore prefer to perish rather than to change your behavior, to subject your values to a review and above all to recognize how interconnected everything is with everything else? That you cannot demand from others what you yourselves are never and never ready to live?
Do you know how cold cold is? How drought not only parches the ground so that not only no grass but also no grain is able to grow, burns the soul? Do you know that any too much for something else means too little and thus imbalance is brought into the world?
Do you know that at any time there were and are people, whole nations, who do not even DREAM of vacation and fun, because they are so stuck in the middle of their struggle for survival, which revolves around having a warm meal for themselves and the children, a roof, be it a tile or even just a corrugated iron roof or a tarpaulin over the head to know, and clothing?
Do you know that in the middle of „us“, in the so-called First World, people freeze in winter because they can no longer afford the heating costs, or stand in front of public offices because they don’t know how they can continue to pay their rents and bills?
I’m not even talking about paying back loans. Nor about how many of them were created out of necessity and how many are owed to a strange consumption mania – yes.
We will always make „dirt“, that is in the nature. Only we have in hand what kind of „dirt“ it is and how much of it. Are we willing to create a real balance with conscious decisions that this and that will be „renounced“ in order to obtain something else, more beautiful, more important, whatever the reasons are? Is it then a sacrifice for which we then need compensation again?
Every thing has its price, and this is not measured in monetary currencies or gold and jewelry. Who is worth what, how much?
Are „healthy“ better than „vulnerable“? Is there life that is „unworthy“ to be lived and what fears does this thinking create that would not exist without it?
Why do you run through the streets with faces that look like guns? Do you constantly bump into people without realizing it? Why do you fix your eyes on your smartphone or iPhone as if you could no longer lift them and bear the world immediately around you?
Why do you need heroes and heroines with superpowers or aliens (and it doesn’t matter if they really exist or not) to remind you what life actually demands from you: Compassion, the ability to love. Do you know that to love is to simply let the other be as it, he, she IS.
The desire to change is a natural one. It is. When it is allowed, miracles happen, just as plants grow, just like that. A gardener or horticulturist trusts in the ability of seeds to become what they are meant to be. A cherry blossom develops on an appropriate tree, it doesn’t become a sunflower or a grain.
Why do you think you have to control everything? Why do you think you can do everything right? No matter how many rules you follow, you will still only strive for perfection, but never achieve it. This is so that you can learn to be humble (not humiliated, please distinguish well), to become patient for the weaknesses of others and your own, to always take courage to start over without feeling or conveying that there is such a thing as „failure“. If this concept exists in your minds, it means that there are only failures. Do you understand? Get into the beginner’s mind. Remember that with each exhalation, something old, something used up dies and with each inhalation, there is a new birth. Isn’t that wonderful?A very real reason for hope?“
Namaste.

© Silvia Springer

Translated with http://www.DeepL.com/Translator (free version)

11 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ich liebe deinen ‚Demut‘-Teil 🌈
    und ich finde nicht, dass dein Text in den Wind geschrieben ist. Es bleibt immer irgendwo etwas hängen. Und ich lehne es ab, der Schlechtigkeit die Deutungshoheit zu überlassen.
    In diesem Sinne – lass und weiterschreiben 💙
    Liebe Grüße
    Sabine vom 🕷 🕸

    1. diespringerin sagt:

      Solange unsere Herzen schlagen, solange unsere Herzen schlagen 🙏🌏🌎🌍💗🕊️🤗

  2. Grinsekatz sagt:

    Gut geschrieben.
    Danke dafür – deine Worte teilen alles in allem auch meine Haltung.
    Liebe Grüße!

    1. diespringerin sagt:

      Danke dir sehr. 🙏🕊️🌍🌏🌎💗 Herzliche Grüße zurück aus dem Wienerwald!

  3. dwege sagt:

    sorry liebe Silvia, schöne, gute worte, ein griff ins LEERE – in den wind gesprochen.
    wie viele menschen in wordpress halten wenigstens mal eine zeit lang inne, sei es die kritische situation in der Ukraine ( seit 2014 ) und wo es weitweit jahrzehntelang kriege und grausamkeit gibt.

    wer das nicht als einzelner mensch aus dem leben selbst heraus zu begreifen vermag, da helfen auch keine klicks zum teilen.

    wen entsetzt heute noch der vietnam-krieg und die folgen für die menschen in Vietnam; die TOTEN, DIE LEBENDEN – und die jeweilige MACHTpolitik der präsidenten – mit absurdem ausgang!

    die zeit des hl. kriegs im Irak, der 2. 1991, wird mir für immer unvergessen bleiben: TAGESSCHAU rund um die uhr: „nichts neues vom pentagon“ – „kein blut für öl“, damals wurde auf den straßen noch heftig miteinander diskutiert. zeitgleich gab es etliche weitere kriege, die jedoch kein thema in den medien waren.

    nicht zuletzt und immer wieder HIROSHIMA / NAGASAKI am 6.3./ 9.3.1945 – den gedenktag habe ich auch diesmal nicht vergessen, nur nicht wie wiederholt zuvor nach vorne geholt.

    schönes wochenende
    dietmar

    1. diespringerin sagt:

      Ja, lieber Dietmar, ja. Seh‘ ich ebenso. Ich wünsch dir auch ein schönes Wochenende, herzlich aus’m Wienerwald … Silvia

    1. diespringerin sagt:

      💗🌍🌏🌎🕊️☮️💗

  4. Ariana sagt:

    Wow, sehr beeindruckend…🙂

    1. diespringerin sagt:

      😊🙏💗🌍🌎🌏🕊️Oh, danke, liebe Ariana, das froid mich wirklich sehr !

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