„Flow“

Kümmert sich der Fluss um die Qualität des Fließens, während er fließt? Kümmert es das Wasser, das fließt, ob die Bedingungen passend sind oder nicht? Es fließt, es schlängelt sich, es untergräbt, bricht durch, überschwemmt, versickert, wird Dunst und Regen.

Die Energie fließt, ob ich nun bereit bin oder auch nicht. Selbst wenn mein Körper sich verkrampft, weil mir die Entwicklung zu schnell geht, fließt die Energie weiter, denn ich werde sterben, so oder so. Früher oder später.

Berge verändern ihre Form im Fluss der Zeit, ganze Planeten kommen und gehen, Universen ex- oder implodieren – und ich, ich glaube, ich kann mich dieser chaotischen Bewegung entziehen, mich ihr verweigern, entgegenstellen? Irgend-etwas beWIRKEN? Ich? Wirk(l)ich?

Das, was scheinbar mein Ich ist, es umhüllt wie ein Gefäß seinen Inhalt, oder wie ein Geist aus der Flasche in die Erscheinung tritt, wenn so etwas wie ein Korken gezogen ist … kann nur sein, da-sein und wahr-nehmen.

Oder auch nicht.

Vielleicht verstehe ich alles auch nur ganz, ganz falsch.

Denn ich bin auch Du.

Ich und du, zwei kollidierende Sterne. Oder einfach nur ein rätselhaftes Gebilde mit angeblich Seele, Geist und Körper.

Diese Hand.

Ich blicke auf sie. Sie will dich berühren, nein, meine Seele will das. Die brennt.

Und doch werde ich sterben. Und du auch.

Wir sind ewig. Nichts.

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