Please find English translation below, thank you.
Sie hatte ein Dach über dem Kopf, zu essen, zu trinken, das Glück, in einer Stadt zu wohnen, in der Menschen auch ohne (viel) Geld schöne Dinge tun, Konzerte besuchen, Menschen kennenlernen konnten. Sie hatte eine Handvoll wirklich guter Freunde, ein paar mehr Menschen, die sie wirklich mochte, schätzte, ihre Welt reichte nach innen und nach außen, kein Ende in Sicht, trotz des Horizonts, der sich vor ihr auftat, nun, da sie keine Ablenkungen mehr als Ausrede verwenden konnte. Schwer, nein, unmöglich abzuschätzen, ob die Distanz von dort, wo sie stand, bis zu jener Linie zwischen Himmel und Erde lang oder kurz war, es zählte nur, dass der Augenblick erlebt, gelebt wurde. Sie hatte vor zu bleiben, nicht davonzurennen, sie wollte sich nicht verstecken hinter Tätigkeiten, es war ihr mittlerweile egal, ob sie Spuren hinterlassen würde oder sich die Wasser über ihr schlossen und es so war als sei sie nie gewesen.
Der Körper mit seiner Schwerkraft und Trägheit gab die Geschwindigkeit vor. Auf zellularer Ebene ständige, stetige, unaufhaltsame Veränderung, kaum wahrnehmbar, nur bei äußerster (oder innerster) Konzentration, dann aber: HALLO!!!!
Als sie mit ihrem todkranken, alten Vater irgendwann in der Vergangenheit irgendwohin ging (sie begleitete ihn zum Arzt), hatte dieser das Gefühl zu rennen, er tat es auch, sie sah es ihm an, wie er sich – Haut und Knochen, Willenskraft trug ihn, sogar ein Glaube, so wenig religiös er war – abmühte, einen Fuß vor den anderen zu setzen, das auch so wollte, wollte, wollte. Sie stand nur einen Schritt weiter und wartete. Als er bei ihr ankam, tat sie wieder einen Schritt, einen kleinen. Sie dachte „Ja, irgendwann bin ich da auch …“ und er lachte leise vor sich hin …. vielleicht sah er seine Mutter, seinen Vater …
Sie zählte nicht nach. Egal. Auf jeden Fall: sie würde gehen. Irgendwann. Und was, fragte sie sich, was würde, könnte sie wohl mit sich nehmen? Ja, genau.
Wozu also der ganze Wirbel? Wenn sie doch einfach nur DA SEIN konnte. JETZT.

She had a roof over her head, food to eat, water to drink, the good fortune of living in a city where people could do nice things, go to concerts, get to know people even without (much) money. She had a handful of true friends, a few more people she really liked, appreciated, her world reached inwards and outwards, no end in sight, despite the horizon opening up before her now that she could no longer use distractions as an excuse. It was difficult, no, impossible to tell whether the distance from where she stood to that line between heaven and earth was long or short, all that mattered was the moment experienced, lived. She intended to stay, not run away, she didn’t want to hide behind activities, she didn’t care if she left traces or if the waters closed over her and it was as if she had never been.
The body, with its gravity and inertia, set the pace. On a cellular level, constant, steady, unstoppable change, barely perceptible, only with the utmost (or innermost) concentration, but then: HELLO!!!!
When she went somewhere with her terminally ill, elderly father at some point in the past (she accompanied him to the doctor), he felt like he was running, he did, she could see it in his eyes, how he struggled – skin and bones, willpower carried him, even a faith, as little religious as he was – to put one foot in front of the other, wanted, wanted, wanted to do the same. She stood just a step away and waited. When he reached her, she took another step, a small one. She thought, “Yes, one day I’ll be there too…” and he laughed quietly to himself …. maybe he saw his mother, his father…
She didn’t count, no hours, weeks, years. It didn’t matter. In any case: she would leave. At some point. And what, she wondered, what would, could she take with her? Yes, exactly.
So why all the fuss? When she could just BE THERE. NOW.
Translated with DeepL.com (free version)
Enjoy beautiful sounds: Fading into Dusk | 1 hour handpan music | Malte Marten

❤️❤️❤️
Abschied nehmen von sich selbst ist nicht einfach. Danke für die sphärische Musik. Genau das Richtige für einen Sonntagmorgen. 😀
Ja, dabei ist das Leben ein einziger langer Abschied von allen möglichen Vorstellungen, die wir von uns selbst, den anderen, der Welt haben, oder? … Ich freu mich, dass dir die Musik gefällt, Malte Marten hat einen ganz besonders feinen Zugang zu diesem Instrument …. hab noch einen angenehmen Abend!
21 Gramm vielleicht.
Grüße von W nach W :)
Vielleicht …. aber wohin? 😃Spannend bleibt es, bis zuletzt … (und darüber hinaus????) Für jetzt jedenfalls herzliche Grüße zurück von W nach W!