Es ist Anfang August …

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… dachte sie eines Abends, als sie wieder durch die Felder streifte. Kurz bevor die Sonne im Begriff war unterzugehen. Die Landschaft mit geheimnisvoll anmutender Abendstimmung übergoss. Manche weiße Blume noch aufleuchten ließ, bevor auch diese in der Dunkelheit untertauchte.

Tja, überlegte sie weiters, ein Grund mehr, zu leben, was das Zeug hält. Und sie atmete tief ein und aus. Genoss den Duft der Erde, des Waldes, das Zirpen der Grillen und die schläfrigen Töne der Sommervögel. Was gibt es Wichtigeres, als zu atmen? Da fiel ihr nur eines ein: zu lieben. Sich selbst, die Welt. Was im Grunde eins ist, auch wenn das immer wieder in Vergessenheit geriet.

Das Summen ihres Mobiltelefons bedeutete ihr, dass ihr Liebster eine Nachricht geschickt hatte. Sie lächelte. Und stellte wieder einmal überrascht fest, dass die Sonne offenbar in ihrem Herzen wohnte, weil sie gerade genau dort aufging. Das Licht ergoss sich über alles, was sie sah. Sie ertastete das Gerät und fischte es aus ihrer Hosentasche. Lächelnd. Strahlend. Schlicht: glücklich.

Allen sonstigen Widrigkeiten – und da gab es einige –  zum Trotz. Die Liebe, zu sich selbst, zur Welt, zum liebsten Mitmenschen: eine Leiter zum Glück. Oder vielleicht das Glück selbst. Wie auch immer: ein Geschenk. Sie nahm es dankbar an.

 

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. :o) Danke dir auch, liebe Caroline

  2. missparkerc sagt:

    So schön! Danke, liebe Springerin. 🙂

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