Schattenspringen in New York (18)

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Sie strolchte herum, die Tage waren lang und die Nächte etwas kühler. Das fand sie angenehm, und zu sehen gab es genug. Es wurde klar, dass sie wiederkommen musste. Sie mochte die Vielfalt dieser Stadt zu sehr, die Geschichte oder vielmehr ihre unzählichen kleinen, scheinbar unbedeuteten Geschichten, die ihr aber erst den unverwechselbaren Character gaben. Ja, es mochte sein, dass es früher anders war, vielleicht aufregender – aber wenn du in die Gesichter ihrer Menschen blickst, ihre Gestalten und Bewegungen betrachtest, vor allem derer, die vom Glück offenbar nicht so begünstigt scheinen … da pocht nach wie vor ein starkes Herz in einer breiten Brust.

Das ist allerdings nicht nur in New York der Fall. Es ist das Herz dieses Planeten, das in den Herzen all seiner Wesen schlägt. Wenn du ganz still wirst, kannst du das vernehmen. Dann ist es wirklich egal, wo du grade bist. Und vor allem wer. 

Dann begreifst du, dass du, wenn du grade einsam bist, einfach nur ein Samenkorn des Einen bist, das, in fruchtbaren Boden gelegt und gepflegt, aufgehen und erblühen kann … der Gärtner bist du selbst, und der Boden ist voller Samenkörner. Wie kannst du da einsam sein, in diesem Beet voller Wunder?

 

 

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