Das ist erst der Anfang. / That’s only the beginning.

Alchemy Skull © Silvia Springer
© Silvia Springer

Please find English translation below.

Wohin würde das alles noch führen? Welche Nachrichten entsprachen der Wahrheit in größerem Ausmaß, wer erfand mehr als was tatsächlich stattfand, wer verdrängte seine individuelle (Todes?)Angst, indem er versuchte, andere mit in den eigentlich persönlichen Abgrund zu reißen?

Bewiesen nicht horrende Zahlen, wie gefährlich der Virus war, wollte man nicht sehen, was in Italien, Frankreich, Spanien und den USA vor sich ging, weshalb verdrängte man Wuhan, vermutete Verrat an der persönlichen Freiheit, anstatt sich darüber zu freuen, dass es in bestimmten Breiten aufgrund gewisser Maßnahmen (ja, die sehr einschneidend waren) einigermaßen glimpflich vonstatten gegangen war?

Die Welt war schon vor dem Ausbruch von Covid 19 völlig aus den Fugen gewesen, Riesenkonzerne, die tatsächlich unvorstellbare Mengen an Geld an sich rafften, um eine Handvoll Weniger zu bedienen, während die Vielen mehr und mehr ausgepresst und in Abhängigkeitsverhältnisse gedrängt wurden.

Eine Wirtschaft wurde einbalsamiert, es handelte sich um eine Leiche, längst verstorben. Die Lebendigkeit der Menschen war einem furchtbaren Ideal geopfert worden. Die großartig kolportierte Wirtschaft, die Mumie der Welt.

Dass eine Mumie zum Leben erweckt werden könne ist ein Alptraum, den Generationen voller Angst in sich getragen hatten: es war die Angst, die eigenen Fehler und die der AhnInnen wieder und immer wieder begehen zu müssen, nicht aus der Endlosschleife heraustreten zu können, gefangen zu sein im ewigen Tod.

Abstruse Verdrängungstechniken führten lediglich dazu, den Schatten immer länger und breiter werden zu lassen, er gewann nicht nur Raum, sondern auch Dichte, erlangte einen Körper, wurde alltägliche Realität. Es geschah im Grunde das Gegenteil dessen, was sich alle erhofften, bis auf wenige, die skrupellos genug waren, auf den Leichnamen anderer emporzusteigen in Gefilde eines so genannten Luxuslebens voller Glamour und Erfolg, Erfolg, Erfolg. Es wurde ja auch so weitergegeben: du musst rücksichtslos sein (können).

Dabei wurde der Begriff missbraucht: schau nicht zurück, bleib nicht hängen an verhängnisvollen alten Mustern, richte deinen Blick dorthin, wo du sein willst, werde, wer du bist, vergleiche dich nicht dauernd mit anderen, steh zu dir selbst, vertrau dir und vertrau den anderen. Tu, was du willst und schade keinem, das war eine mögliche Interpretation.

Denk dran, wenn du bist, wer du sein sollst, betrittst du eben jenen völlig neuen Raum, den niemand außer dir erschließen kann. Dieses Wilde Land, das Unbekannte, das dich vor deiner Geburt ins Leben gerufen hat, zu erkunden, erfordert Mut, und wer du bist ist keine Landkarte, die dir oder anderen Sicherheit vermittelt. Es gibt kein Geländer, kein Netz, und es gibt keine Führung außer … deinem Herz.

Irrtümer waren niemals ausgeschlossen, Schmerzen inklusive. Leben, halt.

***

Where would all this lead to? Which news corresponded in greater extend to truth, who invented more facts than actually took place? Who repressed their own individual fear (of death?) in dragging others into their own personal abyss?

Didn’t horrend numbers proof how dangerous this virus was, did nobody want to see what (had) happened in Italy, France, Spain, the USA, who blocked out Wuhan of their memory, speculated about betrayal of personal freedom, instead of being grateful that things didn’t get worse because of actions goverment took (yes, they had been very drastic).

World had already been out of whack before Covid 19. Giant companies  grasping together unimaginal amounts of money to serve a handful few, while the exploited many were being pushed in even greater dependencies to pay their daily life bills.

Economy was being embalmed, it was nothing more than a dead body, died long ago. The vitality of the people had been sacrificed to a terrible ideal. The great circulated economy, the mummy of the world.

The resurrection of a mummy was an old nightmare of humankind, carried within the souls for generations: the fear, to repeat the same old mistakes over and over again, to be incapable to step out of that endless loop, being trapped in eternal death.

Abstruse techniques of suppression merely made the shadow grow longer and wider, it not only gained space but also density, became an everyday corporeality. It was actually the opposite of what everyone hoped for which happened, except for a few who were unscrupulous enough to climb onto the corpses of others, into the realms of a so-called luxury life full of glamour and success, success, success. It has been passed on like this for ages: you have to (be able to) be ruthless.

But there had been a misunderstanding, maybe they meant: don’t look back, don’t get stuck on calamitous old patterns, direct your gaze to where you want to be, become who you are, don’t constantly compare yourself with others, stand by yourself, trust yourself and trust others. Do what you want and harm no one, that was a possible interpretation.

Remember, when you are who you should be you enter that new space noone else can tap into. To explore that wild land, that unknown, calling you from the time before you were even born demands true grit. Who you are is not a map which conveys you or others a sense of security. There is no handrail, no safety net, there is no other leader exept … your own heart.

Errors were always possible, including pain – well, it’s life, isn’t it?

© Silvia Springer

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Art of Arkis sagt:

    Das spricht zu mir, danke!

    1. diespringerin sagt:

      Das freut mich sehr, gerne 🙏🌱🌳💗!

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