Are we waiting for a bigger sign?

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Moby – ‚In This World‘

As always, please find English translation below đŸ™đŸ»

Auf dem Weg nach Hause, im Vorbeigehen, diffuses Licht, bedingt durch den Saharastaub, was fĂŒr eine Stimmung, so bedeutungsschwer, irgendwie, dieser Tage, alles. Man muss aufpassen, aber worauf? Dass das einmal geöffnete Herz nicht wieder zugeht, weil zu viele verstörende Nachrichten durch alle möglichen Schlupflöcher wieder Ängste schĂŒren. Wir haben keine Kontrolle, weder ĂŒber die Welt, noch ĂŒber die Nachrichten, aus WELCHER QUELLE auch immer. So sah sie das diffuse Licht durch eine Wolke aus goldenem Staub, der aus der Sahara kam, nach Wien, der Wienerstadt, die Vielgeliebte und Meistgehasste, je nach Standpunkt halt. Sie sah den Skater gemĂŒtlich am GelĂ€nde bei der Westbahn vorbeiziehen, begleitet von einem ebenfalls gemĂŒtlich dahintrottenden Hund. Sie sah die witzigen Graffiti auf den Wagonen, aber vielleicht handelte es sich ja bloß um Außerirdische, die perfekt mit ihrer Umgebung verschmolzen, um ihre Studien zu betreiben? Sie sah den Drahtzaun und bildete ihn ebenso ab, er gehörte zum Gesehenen dazu.

Erstaunlich, dass die Welt trotz soviel Angst noch bestand, das bedeutete wohl: es gibt immer Hoffnung, irgendwo. Verliere ich grad mal was davon, hebt sie jemand anderer wieder auf und trÀgt sie weiter.

***

On the way home, passing by, diffuse light due to the Sahara dust, what a mood, so heavy with meaning, somehow, these days, everything. You have to watch out, but for what? That the heart, once opened, doesn’t close again because too much disturbing news is stirring up fears again through all kinds of loopholes. We have no control, neither over the world nor over the news, from WHATEVER SOURCE. So she saw the diffuse light through a cloud of golden dust coming from the Sahara to the city of Vienna, the much-loved and most-hated, depending on your point of view. She saw the skater leisurely pass by the area near the Westbahn, accompanied by an equally leisurely trotting dog. She saw the funny graffiti on the wagons, but maybe they were just aliens who blended in perfectly with their surroundings to pursue their studies? She saw the wire fence and pictured it too, it was part of what she saw.

It was amazing that the world still existed despite so much fear, which probably meant: there is always hope, somewhere. If I lose some of it, someone else will pick it up again and carry it on.

© Silvia Springer
© Silvia Springer

8 Kommentare auch kommentieren

  1. Grinsekatz sagt:

    Kontrolle ist eine Illusion, ebenso Besitz. Der fĂŒr uns sichtbare sowie (be)greifbare Teil der Welt ist nur freundliche Leihgabe. Hoffnung dagegen lĂ€sst sich ganz real teilen, liebe Silvia. Mache ich jetzt gerade mal, geht auch im finsteren Walde!

    Herzlichst von W nach W, Reiner

  2. Ulli sagt:

    Liebe Silvia, es ist auch fĂŒr mich schwieriger mit der Zuversicht geworden. Aber ich kann auch nicht hilfreich sein, wenn ich den Kopf in den Sand stecke und meine Liebe zum Leben ist ja ungebrochen.
    Herzliche GrĂŒĂŸe aus dem verregneten Wendland, Ulli

    1. Ulli sagt:

      hilfreich – Kopf … magst du das bitte verbessern? Dankeschön!

      1. diespringerin sagt:

        Erledigt đŸ€—

    2. diespringerin sagt:

      Ja, liebe Ulli, genau so. Einfach weiter lieben und leben, … und Wunder erleben. 💗🙏🕊

  3. Gamma Hans sagt:

    Wir sind nicht Herr im eigenen Hause.

    1. diespringerin sagt:

      Wenn wir denn ein Haus unser eigen nennen können…

      1. Gamma Hans sagt:

        Guten Tag.

        Wenn wir denn ein Haus unser eigen nennen können


        Wenn wir die Innenwelt, mit der Gewalt der autonomen Vernunft, als Behausung benennen wollen….

        Mit freundlichen GrĂŒĂŸen
        Hans Gamma

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