English translation below …
Fortschritt! Um jeden Preis? Verhindern? – Weder, noch.
Wer sich ins Mittelalter zurücksehnt, weiß nicht, ebenso wenig wie die Schreiberin dieses Textes, was das wirklich bedeuten könnte. War ja keiner von uns dabei, als es geschah. Und welches „Mittelalter“ ist denn eigentlich gemeint, und welche Weltregion, und welche Rechnung der Zeit. Wer sich ins Goldene Zeitalter wünscht, was meint er oder sie, welche Vorstellung von Paradies könnte für alle gültig sein?
Wir haben tatsächlich immer nur den Augenblick, in dem wir sind, mit einiger Sicherheit jedenfalls, und wir wissen, irgendwie, dass wir nicht alleine sind. Außer uns, da existieren viele, so viele. Vielleicht noch nicht ganz so viele Menschen wie es (noch) Blätter auf Büschen und Bäumen gibt, aber schon so viele, dass es da und dort recht eng und fast beängstigend ist, nicht wegen der Menge, sondern den sich widerstreitenden Weltbildern, von dem ein jedes Individuum zu meinen glaubt, das sei die Wahrheit, die Wirklichkeit, die Realität, das Normale, die Normalität, die einzige Norm, wie mensch ursprünglich zu sein hat.
Was, wenn tatsächlich alles reiner Zufall war und schöpfungslos entstand (ja, ich weiß, das ist bereits ein Widerspruch), es keinerlei Plan gab, und peng, da war auf einmal so etwas wie Bewusstsein, das verändernd in die Geschehnisse eingriff, einfach, weil es das konnte? Weil es eben stärker war als andere Kräfte, reicht das allein schon aus, genauso weiterzumachen, weil der Stärkere eben immer recht hat, ganz natürlich, und das Schwache schauen muss, wo es bleibt, wenn es auch in der Welt existieren will? Wo allerdings, ihr Schlaumeier, kommen dann so Begriffe her wie: Freiheit! Gerechtigkeit! Gleichheit! Einigkeit! und vor allem – LIEBE. SCHÖNHEIT. Letztere zwei lösen so manches Mal im Leben des Individuums, das nicht – das NIE – allein ist, Ergriffenheit, Betroffenheit und Hingabe aus. Wie ist das möglich in einer Welt der Gier nach Macht und Status? Das erkläre mir mal einer, wie in düstersten Zeiten der Menschheit Blumen der Menschlichkeit erblühten, die inspirierten zu weiteren denkgärtnerischen und tatkräftigen Leistungen durch Mitgefühl, Entschlossenheit, Entschiedenheit im Sinne einer immer besser werdenden Welt, in der das Wohl ALLER, ja ALLER, nicht nur einiger, sondern wirklich ALLER angestrebt und Schritt für Schritt und Rückschritt, und Fortschritt, aber Schritt für Schritt auf das Wohl ALLER hinzielend verwirklicht wird, mit Irrtümern, großen und kleinen Fehlern, aufrichtigen Korrekturen, die vielleicht wieder Probleme auslösen, die wieder gelöst werden müssen/können, mit Analysen der jeweiligen Situation und Selbstreflexionen aller, einem echten Hinschauen auf die Vergangenheit mit all ihren Schrecken und der Einsicht, die entsteht, wenn jedes denkende Individuum tatsächlich seinen eigenen Anteil an der Gier und der Großzügigkeit des jeweiligen Zeitalters erkennt, und den seiner Leute, seiner Stämme und Familien, die alle immer aus jeweiligen Situationen entstanden, um nicht nur ein Über- sondern auch ein Zusammenleben zu ermöglichen ….
Die Technologien eines solchen Fortschritts hätten dadurch Bedrohlichkeit verloren, aber an Nützlichkeit, ja, Schönheit, gewonnen, wären wirklich Basis für eine Welt der Menschen, die auf RESPEKT gegründet ist, nicht auf Ausbeutung zielt. Der Nutzen für alle würde allen nützen, und Menschen müssten einander nicht mehr als Mittel für bedenkliche Zwecke dienen, die Mittel würden allen dienen, und alle Menschen dienten ALLEM. Trotz Vielfalt, Unterschieden, Andersartigkeiten – aber der Reichtum an Ideen würde sich vervielfachen und wir hätten vielleicht schon längst Wege gefunden, als Menschen mit weise genutzten erstaunlichen Technologien die meisten Probleme, die uns heute belasten, ängstigen, tatsächlich bedrohen, zu lösen. Würden wir vollkommen sein? Natürlich nicht, aber wozu auch, bitte?

Progress! At any cost? Prevent it? — Neither, nor.
Anyone who longs to return to the Middle Ages doesn’t know—any more than the author of this text does—what that might really mean. After all, none of us was there when it happened. And which “Middle Ages” are we actually talking about, and which region of the world, and which historical period? Those who long for the Golden Age—what do they mean? What vision of paradise could possibly apply to everyone?
In fact, we really only ever have the moment in which we find ourselves—with some certainty, at least—and we know, somehow, that we are not alone. Beside us, there are many, so many more. Perhaps not quite as many people as there are (still) leaves on bushes and trees, but already so many that here and there it feels quite crowded and almost frightening—not because of the sheer number, but because of the conflicting worldviews, each of which every individual believes to be the truth, the reality, the norm, the only standard for how a human is supposed to be.
What if, in fact, everything was pure coincidence and arose without a creator (yes, I know, that’s already a contradiction), there was no plan whatsoever, and—boom—suddenly there was something like consciousness that intervened in events and changed them, simply because it could? Because it was stronger than other forces, is that alone enough to keep going exactly the same way, since the stronger one is always right? Quite naturally, and the weak must see where they stand if they too wish to exist in this world? But then, you smart aleck, where do concepts like these come from: Freedom! Justice! Equality! Unity! And above all—LOVE. BEAUTY. The latter two often evoke deep emotion, profound impact, and devotion in the life of the individual, who is not—who is NEVER—alone. How is that possible in a world driven by greed for power and status? Let someone explain to me how, even in humanity’s darkest times, flowers of humanity bloomed—inspiring further intellectual and active achievements through compassion, determination, and resolve—all in the spirit of an ever-improving world in which the well-being of ALL, yes, EVERYONE’S—not just a few, but truly EVERYONE’S—is sought after and realized step by step, through setbacks and progress, but step by step toward the well-being of EVERYONE, with errors, mistakes both large and small, and sincere corrections that may in turn trigger new problems that must be—or can be resolved, with analyses of the respective situation and self-reflection by all, a genuine examination of the past with all its horrors, and the insight that arises when every thinking individual truly recognizes their own share in the greed and generosity of the respective era, and that of their people, their tribes, and families—all of whom always emerge from their respective situations— to enable not only coexistence but also community. . .
The technologies driving such progress would thereby lose their threatening nature but gain in usefulness—indeed, in beauty—and would truly form the foundation for a world of people based on RESPECT, not aimed at exploitation. The benefits for all would benefit everyone, and people would no longer have to serve one another as means to questionable ends; the means would serve everyone, and all people would serve ALL. Despite diversity, differences, and distinctiveness—the wealth of ideas would multiply, and we might have long since found ways, as human beings using astonishing technologies wisely, to solve most of the problems that burden, frighten, and actually threaten us today. Would we be perfect? Of course not—but why should we be, anyway?
Translated with help from DeepL.com (free version) ever so grateful.
