Gehen, Sehen … (5)

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Wien, Meidling

Nein, sie würde nicht zur Philadelphia-Brücke gehen, sondern den Weg über die Tivoli-Gasse nehmen, in Richtung Schönbrunn. Sie ging an den Gassen, in denen sie zur Schule gegangen war, den Wohnungen ihrer Freundinnen und Freunde vorbei, die hier ebenfalls schon längst nicht mehr lebten. Sie konnte aber immer noch ihr Lachen hören. Ihr Weinen. Die Dramen sehen, die großen und die kleinen, die traurigen und die lustigen. Gleichzeitig sah sie die Menschen, welche die Straßen nun bewohnten. Ja, es mochte sich das Äußere ein wenig verändert haben, manches wirkte auf den ersten Blick fremd, aber das Fremde, das Fremde gibt es nicht. Denn, sind wir das nicht alle? Irgendwie? Und wollen wir uns nicht einfach nur angenommen, angekommen fühlen?_DSC4429 (4)

 

 

2 Kommentare Gib deinen ab

  1. Ulli sagt:

    Ich mag deine Serie auf deinen eigenen Spuren in schwarz und weiß sehr … deine Fragen sind meine Fragen und die anderer auch.
    Noch ziere ich mich auf meinen eigenen Spuren zu wandeln, es wird eh ganz anders als in mir sein, will ich das Jetzt sehen oder will ich lieber meins bewahren, so ganz in schwarz und weiß?
    herzliche Abendgrüße
    Ulli

    1. Danke dir, liebe Ulli, für deinen wunderbaren Kommentar!!!! Ja, unsere Fragen sind so unterschiedlich nicht, obwohl wir doch wie die Eiskristalle so einzigartig sind … dieser scheinbare oder offenbare Widerspruch fasziniert mich immer wieder, ist mir Ermutigung und Einschränkung zugleich. Es ist wohl das, wohl immer das, was man selbst draus macht, oder machen lässt … kommt Zeit, kommt Rat, vor allem, wenn man ihn kommen (oder wachsen) lässt, nicht wahr? :o) :o) Ich schick dir allerherzlichste Grüße durch die Nacht! Silvia

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