am

English translation below, thank you.

Die Frage ist doch: kann ich mit mir selber leben, so wie ich bin, ohne drastische künstliche/operative/invasive  (körperliche) Veränderungen?

Wer bestimmt das jeweilige Ideal?

Wem folge ich?

Wäre nicht eine Änderung der Haltung, innerer und äußerer Natur, angebrachter, würde die nicht den ersehnten Frieden mit sich selbst bringen?

Gibt es überhaupt in WIRKLICHKEIT ein Ideal? Ist das Ideal nicht ein Gedankenkonstrukt der Menschen, die in der unendlichen Vielfalt einen roten Faden suchen?

Stell dir eine Welt vor, in der es keine Ideale, nur Realismus gäbe: alles könnte nebeneinander gleichberechtigt existieren.

Zu einfach?

Eben gar nicht. Sonst wären wir nicht da, wo wir grade sind: wir sind dabei, alles zu vereinheitlichen, weil wir nicht mit dem Chaos, in dem aber die natürliche Ordnung waltet (sonst gäbe es nichts), zurechtkommen.

Ich gebe auf. Ich kann nicht mehr.

***

 

The question is: can I live with myself as I am, without drastic artificial/surgical/invasive (physical) changes?

Who determines the respective ideal?

Who do I follow?

Wouldn’t a change in attitude, inner and outer nature, be more appropriate, wouldn’t that bring the longed-for peace with oneself?

Is there even such a thing as an ideal in REALITY? Isn’t the ideal a construct of the minds of people who seek a common thread in infinite diversity?

Imagine a world in which there were no ideals, only realism: everything could exist side by side on an equal footing.

Too simple?

Not at all. Otherwise, we wouldn’t be where we are right now: we are in the process of standardizing everything because we can’t cope with the chaos in which natural order reigns, otherwise there would be nothing.

I give up. I can’t do this anymore.

 

42 Kommentare auch kommentieren

    1. diespringerin sagt:

      Danke!

  1. Es tut gut Euch zu lesen. Kluge Frauen, alle. In allem was wir einsam erkannt haben, immer bleibt eine gewisse Unsicherheit, die immer aufs Neue herausfordert, sich auseinanderzusetzen. Ich nehme mir jeden Winter ein paar Wochen dafür Zeit. Meist entsteht dabei eine literarischer Form, zum Beispiel „Morgenstill“ – ein szenischer Altersmonolog. Ich illustriere und binde diese Texte selbst. Und in all diesem Grübeln, Recherchieren und nachfolgenden Handfertigkeiten, richte ich mich auf oder auch ein in dem neuen Lebensabschnitt… Liebe Grüße von Petra

    PS: Mein Sohn (52) ließ sich die Augenlider richten und die Wangenknochen abschleifen. Er wollte erste Alterungserscheinungen umgehend kaschieren. Ich hab ihn kaum wiedererkannt! Die Augen aufgerissen, wie nach einem Schreck. Nicht schön. „Aber“, fragte er mich, „sieht jünger aus, nicht?“ Ich hätte heulen können…

    1. diespringerin sagt:

      Danke, liebe Petra, das freut mich, dass dieses Posting zu so angeregter Kommunikation geführt hat, in der jede/r sich ein bisschen vertrauensvoll öffnet, was gibt es schöneres? – Wangenknochen abschleifen … wow, das ist schon ein ziemlicher Eingriff, ich kann mir vorstellen, dass dich das bekümmert, vor allem, weil man das ja nicht einfach so rückgängig machen kann … es bleibt zu hoffen, dass sich das Risiko für deinen Sohn lohnt und es ihn WIRKLICH zufrieden macht. 🫶🏻

  2. Phil sagt:

    Indeed, it’s what inside that counts and is most important. Besides, beauty is in the eye of the beholder, dear Silvia, and, in my eyes you have a beautiful smile, my friend ✨🤗

    1. diespringerin sagt:

      You’re right, Phil, everything we look at with a kind and loving glance ist beautiful. It start within oneself and embraces the world, eventually. Thank you, my friend, for passing by!💫🕊️☺️

  3. Ideale sind Konstrukte und letztere finden ihre Vorgaben und Grenzen im Zeitgeist. Wellen auf einem See oder das sich Wiegen der Blätter im Wind braucht keine Ideale; es findet statt. Das braucht auch kein Chaos, denn selbiges ist kein bloßes Durcheinander. Es entzieht sich nur unseren menschlichen Regeln, Vorstellungen, Formeln, existiert in anderen Ordnungen, die keine sind. Darum ist es sinnstiftender einfach ein Kaffee zu bestellen, um im täglichen Chaos ohne Zwang Fragen unbeantwortet liegen zu lassen.

    1. diespringerin sagt:

      Kaffee ist eine Art der Lösung, in der Tat, und für manche der tägliche Start (Ich liebe Kaffee, seinen Duft am Morgen, den bitteren Geschmack auf der Zunge …. lässt mich die Süße anderer Speisen intensiver wahrnehmen…). Für andere eher nicht. Fragen unbeantwortet liegen zu lassen ist eine Möglichkeit unter vielen, manchmal sicher die klügste Wahl. Manchmal eine Flucht. Letztendlich eine Wahl der Entscheidungen, und erst im Nachhinein erkennen wir, dass die scheinbar falsche Wahl die einzig richtige war, die uns den Fehler in unserem Denken einsehen lässt und uns letztendlich doch zu uns selbst führt, denn, im Grunde, geht es darum: sich selbst einfach auszuhalten und so zu lieben, wie man das kleine Kind liebt, das man einmal war und immer irgendwie bleibt. Und dann … hält man auch besser die anderen aus, die nur so scheinen als wären sie fremd, dabei sind sie Bewohner derselben Welt wie ich und ich lebe auch in ihrer Welt … vielen Dank für deinen Besuch und deinen schönen Kommentar! Herzlich willkommen!

  4. Nun ist auch meine farbige Portraitzeichnung fertig und beiir zu sehen. Ich finde, sie ist mir ganz gut gelungen.😊🫶

    1. diespringerin sagt:

      Auch da hast du recht! Danke dir sehr, liebe Gisela!

      1. Danke, das freut mich sehr.😊💛

  5. Kerstin P. sagt:

    bin am gleichen Punkt, Schwester, kompasslos, Herzgruß von Berlin nach Wien, von mir zu dir <3

    1. diespringerin sagt:

      Immer den Sternen nach, Schwester, immer den Sternen nach! Herzgruß von Wien nach Berlin, ja, wie schön ist denn das ??? 💗🌍

  6. Eigentlich wissen wir es aber genau: Schönheit kommt von innen.

    1. diespringerin sagt:

      Ja, liebe Gisela, da hast du ganz recht! 💗💫

  7. Einheitsgesichter gibt es iel zu viele. Die Menschen passen sich da irgendwelchen Vorgegenheiten an, die sich.irgendjemand als „Schönheitsideal“ ausgedacht hat.

  8. Gleich führe ich meine Bleistiftzeichnung weiter aus.
    Es ist zumindest ein sehr gutes Gesicht zum Portraitzeichnrn, und es gibt darin viel zu entdecken und abzulesen.
    In unserem Gesicht ist ja für Kenner unsere ganze Lebensgeschichte abzulesen.

    1. diespringerin sagt:

      Das berührt mich sehr, Gisela, wie du in die Postings eintauchst und sie nicht nur betrachtest, sondern nachvollziehst. Es gibt so viele Arten und Weisen, die Welt zu entdecken, wie es Menschen gibt …. 💗💫

  9. Ich habe dies mit einer Bleistiftzeichnung von mir soeben bei mir angezeigt.

  10. Grinsekatz sagt:

    Auf persönlicher Ebene habe ich lange an meinem Körper gelitten, mit dem ich lange nicht einverstanden war. Irgendwann habe ich angefangen, ihn zu mögen, weil, ich habe ja keine anderen. Was nicht heißt, dass da nichts zu ändern wäre. Auch damit habe ich irgendwann angefangen und allmählich sind wir Freunde geworden, mein Äußeres und ich.

    Gesellschaftlich gibt es so viele Widersprüche (das war im übrigen immer schon so, wenn ich an meine Eltern und meine Generation denke). Einerseits individualisieren sich die Menschen zu Tode, bis hin zu einfältiger Selbstverliebtheit. Auf der anderen Seite versucht die jeweilige Majorität, ihre Haltung als alleingültige Norm zu verkaufen (auch nicht neu).

    Bleibt halt alles anders.

    💙lichst, Reiner

    1. diespringerin sagt:

      Danke dir sehr für deinen Kommentar, lieber Reiner! Immerhin hast du gelernt, deinen Körper zu mögen, ich auch. Schon schlimm irgendwie, dass man unter seinem Körper leidet, das ist uns ja nicht angeboren. Je älter ich werde, umso mehr sehe ich, wie beschädigt die meisten Menschen in unserer Welt sind, beschädigte Gefäße: sie wurden von ihren Regalen geschubst, gestoßen, zu Boden geworfen, mit mehr Dingen belastet, als sie zu tragen vermochten, begraben, weggeworfen, was auch immer. Missbrauchte Menschen wiederholen ihre Muster so lange, bis sie verstehen, was sie tun, Einsicht verändert. Wann hatten unsere Eltern und Großeltern in ihrem Existenzkampf die Möglichkeit zu reflektieren, um zu einer Änderung ihres Verhaltens sich selbst gegenüber zu gelangen? Die Kinder heute, die mehr virtuelle als reale Spiele spielen, nur mehr Oberflächen-Menschen sehen, Distanz zu echten halten, sich in den Kindergärten anschreien, um sich gegenseitig zu übertönen, weil … ach … wem erzähle ich das?
      Ich glaube, es ist vor allem die Angst, die dazu führt, dass die Menschen sich „einerseits zu Tode individualisieren“ bzw. sich einer Gruppe anzuschließen, in der man sich selbst wiedererkennt, um einfach zu überleben. Wann und wie hast du gelernt, deinen eigenen persönlichen Weg zu gehen? Wer war dein Lehrer, deine Lehrerin? Wieso hast du Dinge erkannt, obwohl du doch oftmals einen holprigeren Weg als andere zu gehen hattest? Weniger Vorteile vorfandest, eher Zurückweisungen? Was ließ dich schließlich deinen Körper mögen? Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich zurückblicke, über gewisse Entscheidungen, die ich getroffen habe, die eine oder andere Begegnung, die mich inspirierte, einen ganz anderen Weg einzuschlagen, mich mit mir selbst UND der Welt auseinanderzusetzen. Ich habe mich die meiste Zeit nicht wirklich ausgekannt, und trotzdem … bin ich bis hierher gelangt, ich weiß gar nicht so recht wie, aber das ist gar nicht so wichtig. Wir sind hier. Nicht am Ende. Einfach da und ich glaube, beide lieben wir irgendwie die Welt. Weil, vielleicht, wenn man mit sich selbst gut Freund sein kann, ist man auch der Welt Freund. Das, was gut und menschlich an ihr ist. Und das, was noch der Liebe bedarf. Ganz pragmatisch, unromantisch und notwendig. Und nicht besonders laut und marktschreierisch. Eigentlich sogar ganz leise … und oftmals fast unbemerkt.
      Was auch immer, wir bleiben am Ball, solange wir atmen … noch einen wunderschönen Abend! Gruß aus dem Wald der Wiener und Wienerinnen!

      1. Grinsekatz sagt:

        Danke dir ❤️lichst für für deine ausführliche Antwort, liebe Silvia. Der heutige Zwang zum Individualismus hat seine Wurzeln im Nationalsozialismus, glaube ich. Für meine Eltern als Kriegskinder, Jg. 34 + 35, war das nicht-auffallen und sich-anpassen Teil ihrer Überlebensstrategie. In meiner Generation schlug das ins Gegenteil um, eigentlich schon früher, mit den 68ern.

        Tja, warum. Lehrer gab es viele. Scheinbar unbedeutende Begegnungen hinterlassen manchmal kleine Botschaften, im Guten und im weniger Guten.

        Klein, dick, unbeholfen, unsportlich, unsicher und sehr ängstlich. Nah am Wasser gebaut, nie dazugehörig, immer falsch. Wahrgenommen nur durch auffälliges Benehmen. Ein Jäger der Scham.

        Meine Kindheit. Meine „Therapie“ waren Alkohol und Drogen, ohne hätte ich mich möglicherweise umgebracht. Mit am Ende beinahe auch.

        Es war eine Entscheidung für das Leben, für mein Leben. Aus der Angst wurde allmählich Neugier, seit über 25 Jahren bin ich auf dem Weg. Meinen Körper zu achten und zu lieben ist Teil davon.

        Geblieben (oder entdeckt) ist ein Gespür für die „Dinge dahinter“, für die oft verborgenen Teile unserer Existenz. Manche nennen das heute hochsensibel. Was einer Frau immer noch besser zu Gesichte steht als einem Mann. Darum gehe ich damit gewöhnlich nicht hausieren, bin im Alltag schon mal etwas schroff unterwegs, gehe aber gerne auf Nachfrage bei echtem Interesse darauf ein.

        Ein weites Feld. Hat jeder so seine Geschichte.

        Sei herzlich gegrüßt 💙🫂

      2. diespringerin sagt:

        Jetzt hat das System doch glatt meine Antwort verschluckt und ich habe keine Ahnung, wo sie hin verschwunden ist … 😕! Technik!
        Danke, Reiner, für deine so offene Antwort! Ja, der Nationalsozialismus … Identität, (Gruppen)Individualität im Sinne einer Dazugehörigkeit, da kann man sich schon vorgaukeln, in Sicherheit zu sein, wo es niemals eine geben kann. Ein Symptom der „Welt“. Eigentlich.
        Das mit den scheinbar unbedeutenden Begegnungen unterschreibe ich glatt … dein Weg aus der Angst heraus in die Selbstliebe war ein harter, der dich geschliffen hat wie einen Edelstein. Das Ergebnis zeigt sich in deinen Texten, immer sehr präzise – keine leeren Worthülsen. Schön, dass du’s geschafft hast, zu l(i)eben, und inspirierend. Weiter geht die Reise, nicht wahr? Das Gespür bewahren, pflegen, ausdrücken … seine Leute finden, bei/mit denen das möglich ist, sonst wird man ja verrückt in dieser Welt! Sich eben nicht verrückt machen lassen … untertauchen, wenn es nötig ist, nicht wahr? (Wenn es denn möglich ist … ) Wieder auftauchen, wenn man genug Kraft hat für die Welt. Dieses seltsame Gebinde aus Einzelnen, die da ihre Muster weben in Ekstase und Verzweiflung, Glückseligkeit, Überdruss und Abgrund. Und diese eigenartige Fähigkeit, die sich Liebe nennt, pflegen und hegen wie eine seltene Pflanze, dabei sollte sie doch unser tägliches Brot sein, oder? Schon ein atemberaubender wilder Ritt, das Leben … hab noch einen schönen Abend! Herzlichen Gruß!

  11. petraelsner sagt:

    Folge Deiner inneren Stimme und nicht jenen, die Dir sagen, wie Du sein sollst. Vertrau Dir.

    1. diespringerin sagt:

      Ja, das ist der Weg. Den bin ich immer gegangen, war nicht immer leicht und er war vor allem manchmal recht einsam. Das hält nicht jede/r aus. Im Beobachten der Welt (und DAS ist natürlich wieder das Großartige an den heutigen Technologien, denn die ermöglichen, mehr zu sehen und kennenzulernen als das, was uns unmittelbar umgibt, und dafür bin ich sehr dankbar, auch über die Möglichkeit, in Kommunikation mit Menschen auf der ganzen Welt zu treten) lässt sich doch erahnen, wie es um sie steht. Dass es keine Scharlatane mit allen möglichen Versprechungen braucht, die sie dann nicht halten (wollen oder/und können), sondern einfach Mitmenschen, die wissen, wie man sich als Mensch fühlt, und dass Selbstzweifel und Ängste, Freude und Leid, Schönheit und Fremdartigkeit eigentlich etwas Normales sind, Zustände, die durchlebt werden und uns erst zu den Individuen machen, die wir ganz am Ende erst sein werden. Und dann müssen wir das auch schon loslassen. Auf ins nächste Abenteuer! Dank dir sehr für deinen Kommentar 🫶🏻🕊️

      1. Dies habe ich mitgelesen. …🙏🪉💫

      2. diespringerin sagt:

        Freut mich, danke!🙏🕊

  12. Gisela sagt:

    In jungen Jahren hatte ich mir meine Ideale bei gleichaltrigen oder berühmten Vorbildern gesucht. Ich hatte mir damals eine Maske aufgeschminkt, die meine angeborene Einfachheit übermalte. Damals wollte ich auffallen und gefallen.

    Heute brauche ich das nicht mehr. Es gab Zeiten, in denen ich nicht ungeschminkt auf die Straße ging. Ab einem gewissen Alter wird man unsichtbar. An körperliche Veränderungen durch OPs habe ich nie gedacht. Wozu sollte das gut sein? Körperteile aus Silikon mag ich überhaupt nicht. Wer die gerne küssen möchte, nur zu. Mir wäre es ekelig. Jeder Mensch, der sich auf seine Geschlechtsmerkmale reduzieren will, wird dadurch nicht liebenswerter – im Gegenteil.

    Ist es richtig, den ungeliebten Körper zu demontieren und künstlich wieder aufzubauen? Wichtig ist doch die Seele, die ihren Frieden sucht und ihn gewiss nicht in der vergänglichen Körperlichkeit finden wird.

    Mein Ideal kann nur ich selbst bestimmen. Ich orientiere mich da an meinen Gerechtigkeitssinn und meiner inneren Stimme, die mir sagt, was gut und richtig ist. Folgen tue ich niemandem auf Erden. Alle sind zur Schulung hier, weil sie noch sehr viel für ihre Seele lernen müssen. Jeder Mensch ist unvollkommen, sonst wäre er nicht hier.

    Der Prozess der Zeit ändert unsere innere und äußere Natur. Diese Änderungen erfolgen durch Erfahrungen, die wiederum unser Bewusstsein ändert. Jeder Mensch hat seinen eigenen Standpunkt und dadurch seine eigene Sichtweise.

    Ideale (Vorbilder) und Realitäten (Lebenswahrheiten) wie Gut und Böse?! Sind sie nicht jetzt schon miteinander verknüpft? Ist unsere Jugend nicht immer voller Schwärmerei und Vorbilder? Ich denke, körperliches kann kein Ideal sein. Ideal wäre ein moralisch positives Leben. Aber davon sind Menschen weit entfernt. Sie gieren nach Ruhm, Macht und Reichtum.
    Ist Dein Ideal eine realistische Welt? Naturgetreu oder wirklichkeitsnah? Wirklichkeitsnah ist sie schon heute. Menschen haben schon immer Chaos in der Welt geschaffen, um ihre eigenen Ziele zu erreichen, ohne Rücksicht auf anderes Leben. Das ist schlecht, aber nur im Resultat hält uns die Welt den Spiegel vor, damit wir daraus lernen können es besser zu machen.

    Aufgeben ist der falsche Weg! Man kann das Leben manchmal nur im eigenen kleinen Kreis besser machen.

    1. diespringerin sagt:

      Ich gebe dir in ganz vielen Dingen recht. In der Jugend probieren wir uns aus. Ich bin froh, so alt zu sein, wie ich bin, denn ich beneide die Jugend mit der Fülle an künstlichen Eindrücken, die täglich, stündlich auf sie einprasseln und ihnen Scheinwelten und Seinsweisen vorgaukeln, die es so vielleicht gar nicht gibt, überhaupt nicht und fühle oft echt mit ihnen mit, verstehe so manche Orientierungslosigkeit. Die Pubertät mit ihren Hormonschüben und körperlichen Veränderungen sind an sich schon dramatisch genug, und wenn man dann – pickelig, pummelig oder zu dünn oder zu was auch immer – diese „perfekten“ Menschen sieht, verstärkt das die innere Krise wohl … du sagst es genau, du sprichst vom ungeliebten Körper. Das ist der Ursprung: es ist klar, dass ein sich verändernder Körper Irritationen und Verunsicherungen auslöst (auch eben der alternde Körper, da haben wir uns hoffentlich dann gefestigt, aber wenn man sich umsieht in der Welt, wie groß der Druck ist, jung und schön zu bleiben …. als wäre das möglich, schön ist man eigentlich immer, wenn man sich selbst mag …), aber wieso, liebe Gisela, wieso mögen sich so viele Menschen selbst nicht (das ist jetzt eine rhetorische Frage)? Und glauben, wenn die Nase grade ist, oder der Hintern mehr dem Zeitgeist entspricht oder die Lippen genug gepolstert sind, ist man zufrieden, nur um festzustellen, es reicht wieder nicht aus, weil wieder jemand anderer mit einem neuen Trend daherkommt … die Veränderungen sind nicht das Problem, sondern die Unfähigkeit sich selbst und die jeweilige Realität (von Pubertät bis ins Alter) anzunehmen, so wie man halt ist, und die Schönheit zu finden, die genau darin liegt, im So-Sein. Das ist in unserer Gesellschaft nicht leicht.
      Mein Ideal ist nicht eine realistische Welt, mein Ideal wäre eine Welt, in der Selbstliebe und Nächstenliebe tatsächlich real ist und wirkt. Auch im Gegenteil von Liebe können wir über Liebe lernen, wie du selbst sagst. Ich beklage mich nicht über den Zustand der Welt, denn es gibt auch ganz viel Schönes in ihr und Menschen, die wirklich lieben und damit das Gleichgewicht doch bewahren.
      Manchmal ist Aufgeben doch der richtige Weg. Im Sinne einer Hingabe („Willst du recht haben oder glücklich sein“?). Aber ja, Aufgeben ist keine Option, wenn es darum geht, weiter zu lieben. Das Ego aufzugeben ist gut. Glaube ich. Das Selbst kann dann leben und pulsieren und Funken sprühen ….
      Ich danke dir sehr für deinen wunderbaren Kommentar! Herzliche Grüße, Silvia

    2. Das habe ich hier gerade mitgelesen und finde das alles sehr gut.

      1. Gisela sagt:

        Danke, dass Du mitgelesen hast!

      2. Das Gedicht „Der Engel“ aus „Gisela – Gottes Bilderbuch“ habe ich gerade bei mir angezeigt.

      3. Gisela sagt:

        Danke fürs Verlinken!

      4. diespringerin sagt:

        💗 Dankeschön!

  13. Mindsplint sagt:

    Wie immer: Sehr wahre Worte! 🫶🏻

    1. diespringerin sagt:

      🫶🏻 Danke, liebe Bea! Social Media hat’s nicht unbedingt einfacher gemacht, gell? Ist es nicht „witzig“, dass alle auf individuelle Freiheit pochen, aber im Grunde viele die gleichen Lippen, Hinterteile und Backenknochen haben wollen???? Du siehst sicher in deiner Arbeit mit den Kindern, wo alles eigentlich beginnt … einen herzlichen Gruß aus einem grade sehr nebeligen Wien! Silvia

      1. Mindsplint sagt:

        Ja, ich bin da absolut bei dir, daher ja der Kommentar! Für meine Begriffe ist ALLES diese furchtbare Leichtigkeit der Digitalisierung, sprich Sucht nach sozialen Netzwerken und Messenger-Apps. schuld, die absolut dazu beiträgt, dass die Menschheit immer egozentrischer wird – und immer mehr verblödet … :-/ Wirklich schlimm!!! :-/
        Schön, dass es noch Menschen wie dich gibt, die das anmarkern. 😍 Viele Retourgrüße aus dem jahreszeitlich bedingt verhältnismäßig warmen Düsseldorf. :-) Bea

      2. diespringerin sagt:

        ☺️Wir halten die Stellung, Bea, und leben einfach vor, wie es eben auch AUCH geht … 💗💫 Hab eine gute Nacht!

Antworte auf den Kommentar von diespringerinAntwort abbrechen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.