Das allmähliche Ganz-Werden der Zeit

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Es wurde ihr bewusst, dass sie das Heranreifen der Haselnuss würde beobachten können. Dankbarkeit stieg in ihr hoch. Und der Gedanke, was für ein Geschenk die Zeit doch sei. Nicht deren Zerstückelung, sondern als Dasein im Raum, inmitten der Erscheinung der Dinge, als Teil eines Ganzen, nicht überschaubar, nur erlebbar im Jetzt, dem allerkleinsten Stück der Ewigkeit, gleitend vom Gestern ins Morgen über Abermillionen von Augenblicken. Mit jedem Atemzug nachvollziehbar, der bewusst getan wird, ja, auch der Atem letztendlich getan, auch wenn er von ganz alleine fließt … und selbst wenn er bereits ganz flach geworden ist durch Kummer und Schmerz oder einfach den Lasten des Alltags, auch dann fließt das Leben durch den Körper, trägt die träge Masse, die beseelte.

Der Körper! Dachte sie. Trägt. Ist Masse, aber nicht faul, selbst wenn er einfach einmal nur da liegt und das Licht der Sonne genießt und merkt, wie lebendig er noch  ist, trotz aller Betäubungen, die „das Leben“ angeblich austeilt, um nur ja nicht zu spüren, wie sehr.

Und auch hier käme es darauf an, sich zu trau’n. Zu sein und die Zeit zu verbringen, innerhalb der Reife, um dann letztendlich wie eine erfüllte Frucht vom Baum zu fallen, als Nahrung für den Boden und jene, die nachfolgen.

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Aber davor, dachte sie weiter, bevor sie in die Tiefe fallen würde, oder versinken in das Meer, das Weite, das alles umschließt, würde sie leben, jeden einzelnen Atemzug lang. Bis zum Letzten.

Und sie freute sich auf ihn, ihren Geliebten. Und darauf, dass das, was so lange stumm geblieben war in ihr endlich eine Stimme gefunden hatte und damit einen Weg in die Freiheit, die es wirklich gab.

15 Kommentare Gib deinen ab

    1. Ohhhh dank dir!!! :o)

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    1. :o) … Ein anderer Zugang zur gleichen Sache … :o) schöne Vielfalt!!!!!!

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      1. Alle Geschmäcker sind in der Natur … !!!

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      2. Genau so ist es !!! Noch einen wunderschönen Abend!!!! :o)

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      3. A Sie auch und vor allem einer guten Nacht … !!!

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      4. Merci, merci beaucoup!

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  1. Graugans sagt:

    So schöner Text, soooo schön, zum Seufzen! Hab Dich grad nominiert, Du Liebe, wennst rüberschaust zu mir, dann siehst die Fragen!
    Liebe Grüsse von der Graugans

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    1. Hallo, liebe, liebe Graugans, dank dir, ganz rot werd … :o)

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  2. So sorry today. Are ya’ll okay over there? — Ray

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    1. Not all of us, I am so far, no things are changing radically, but not only „over there“, everywhere. Thank you so much for your words and empathy. In that sense we have to grow together, otherwise madness and destruction will really rule.

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      1. You should know that I use „over there“ as opposed to „over here“ in the same way. 🙂 We are all in this together. The world is extremely violent right now in an incomprehensible way.

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      2. Yes, exactly. :o) I meant the same thing :o)

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      3. And yes, you are right about the violence too.

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