Lichtstrahl / Ray of Light

Über Hoffnung müssen wir uns keine Gedanken machen. Selbst wenn wir selbst sie von Zeit zu Zeit verlieren, wir finden sie in den Menschen wieder, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtigen Dinge tun. *** We don’t have to muse about hope. Even when we ourself loose it from time to time, we…

Kampflos / No Battle

(English version below) „In euch tobt ein Kampf“, sagte er. „Ihr glaubt, euch entscheiden zu müssen zwischen Licht und Dunkel. Dabei überseht ihr, dass ihr die Grenze seid zwischen Tag und Nacht, dem Leben und dem Tod.“ Er hielt für einen Augenblick inne. Blickte in die Runde. Ließ die Worte sickern. „Fühlt ihr euch traurig,…

The Mystery Blogger Award

Die süße, süße Tempest hat mich zu meiner sehr großen Überraschung & Froide nominiert. Danke :o) . Ich erröte & verbeuge mich. The sweet, sweet Tempest nominated me to my very big surprise & joy. Thank you :o) … I blush & bow. *** Über den Mystery Blogger Award: / About the Mystery Blogger Award:…

Über die Liebe zur Welt …

Der Sommer war vorübergezogen, ehe sie es merkte. So sehr lebte sie im Augenblick. Da tat es keinen Abbruch, wenn es regnete oder schneite. Was es gerade nicht tat, schneien. Aber es regnete. Und es war kalt geworden, plötzlich. Wie eine Eidechse auf einem Fels erstarrte sie. Das Blut gefror ihr, sozusagen. War sie kaltblütig?…

The Very Sharpness Of The Fading Of Memory

But I remember the light very bright. Life’s secret … (… but this is another story …) On the threshold to a new (one) you feed your soul with love. I am loosing my sense for theeth or knives even arrows. There is no reason to fight anymore. Is this kindness? This also will be…

Gehen, Sehen … (13)

    Fragt ein Bison sich, wohin seine Wanderschaft ihn führt? Er geht. Darauf kommt’s wohl an. Er folgt dem, was er vor sich findet. Er bleibt nie, um eine Weide völlig abzugrasen. Das Gras hinter ihm richtet sich wieder auf, die Erde ist gepflügt von seinen Hufen. Vor ihm liegt aller Reichtum den er…

Gehen, Sehen …. (12)

  Wie erstes Herbstlaub wirbelten die Mütter mit den Kindern an ihren Händen über die Mariahilferstraße. Was würde geschehen, wenn sie sie losließen, später einmal? In welche Welt würden sie geschickt, entlassen, freigesetzt? Ich wünsche jedem Kind, einen, zumindest einen Menschen zu haben, der es einfach liebt. Oder Menschen, die in der Lage sind, Liebe…

Gehen, Sehen … (11)

Sie verabschiedeten sich, vereinbarten, wann sie sich wiedersehen würden. Dann wanderte sie in der Mittagshitze einmal mehr durchs Ungargassenland. Auch um diese Uhrzeit waren alle Straßen so gut wie menschenleer. Das lag wohl nicht nur an den Temperaturen oder daran, dass es sich um einen frühen Samstag Nachmittag handelte. Sie strich durch Seitengassen. Augustsommerhitzenstimmung. Es…

Gehen, Sehen … (10)

Es war Samstag Morgen, als sie zu dem Treffen ging. Noch nicht allzu viele Menschen unterwegs. Der Tag versprach so richtig heiß zu werden. Das Sonnenlicht reflektierte sich in den Fensterscheiben und warf silberne Flecke auf gegenüber liegende Häuserfronten. Hin und wieder tuckerte ein Auto friedlich vor sich hin. Sie liebte die frühen Morgenstunden. Die…

Gehen, Sehen … (7)

Obdachlos im Sommer … sie fragte sich, wieviele warme Tage und Nächte es dieses Jahr noch geben würde. Es gab Menschen, die konnten nicht in Wohnungen leben. Die hielten es auch im Winter nicht in geschlossenen Räumen aus, riskierten lieber zu erfrieren, als irgendwo scheinbar eingemauert zu sein. Es gab Menschen, die wollten sich nicht…

Gehen, sehen … (6)

  Etwas veränderte sich, merkte sie. Nein, es befand sich bereits seit längerem in Veränderung. Es begann sich zu verfestigen, zu manifestieren, zu offenbaren. Überall. Es war nichts Privates mehr. Nichts Persönliches. Es hatte immer alle betroffen, aber nun begann es sich auch dort zu zeigen, wo scheinbare Inseln der Glückseligkeit im Ozean der privaten…

Gehen, Sehen … (5)

Nein, sie würde nicht zur Philadelphia-Brücke gehen, sondern den Weg über die Tivoli-Gasse nehmen, in Richtung Schönbrunn. Sie ging an den Gassen, in denen sie zur Schule gegangen war, den Wohnungen ihrer Freundinnen und Freunde vorbei, die hier ebenfalls schon längst nicht mehr lebten. Sie konnte aber immer noch ihr Lachen hören. Ihr Weinen. Die…

Gehen, Sehen … (4)

  Die Hauptstraße wurde wieder einmal aufgerissen. Seit man sie zur Fußgängerzone erklärt hatte, damals Ende der Siebziger Jahre, kam sie nicht zur Ruhe. Immer wurde sie an einem Teil wieder aufgegraben, neu betoniert, mit Bäumen versehen, Bänken, Cafes … immer haftete ihr ganz besonders das Beiläufige, Nie-Völlig-Fertige an. Sie erinnerte sich noch an die…

Gehen, Sehen … (2)

  Ihr Heimatgrund. – Zumindest war sie dort aufgewachsen, und ja, dieser Bezirk hatte sie geprägt. Er hatte sich verändert, so wie sie selbst sich auch. Hatte er das? Hatte sie selbst? Ja und Nein, Ja und Nein … hinter den vielfältigen Erscheinungen schlagen immer noch menschliche Herzen. Damals wie heute. Morgen sicher auch noch…

Herr Herbst schickt Grüße …

Wie wohltuend die Tropfen des Regens auf die Seele fallen! Wie angenehm die Kühle sich auf der Haut anfühlt! Wie frei der Atem auf einmal ist. Sommer ist schön, so schön, aber Herbst auch. Kein Grund sich zu fürchten, nicht wahr? Die Geburt des Lichts findet in der dunkelsten Zeit statt. Wo denn auch sonst?…

Happiness

Die Springerin hat ein neues Spielzeug. Sie legte sich Kopfhörer zu, zum ungestörten Hören von Musik, da die neue Nachbarschaft zumindest bei geöffneten Fenstern im Sommer dies unmöglich machte. Entweder, weil sie um drei Uhr morgens selbst niemanden aus dem wohlverdienten Schlaf reißen mochte oder auch untertags keinen Wert darauf legte, den hofseitig Lebenden stundenlang ihren…

Schattenspringen in New York (21)

Der Abschied nahte. Da jeder Augenblick mit intensiven Gefühlen erlebt wurde, war er da, ehe sie sich darauf vorbereiten konnte. Was vermutlich gut war, denn hätte sie Zeit gehabt darüber nachzudenken, wäre ihr das Kofferpacken, das Zusammengeklaube der verstreuten Dinge im Hotelzimmer nicht so leicht gefallen. So fiel sie am letzten Abend schließlich todmüde in…

Schattenspringen in New York (18)

Sie strolchte herum, die Tage waren lang und die Nächte etwas kühler. Das fand sie angenehm, und zu sehen gab es genug. Es wurde klar, dass sie wiederkommen musste. Sie mochte die Vielfalt dieser Stadt zu sehr, die Geschichte oder vielmehr ihre unzählichen kleinen, scheinbar unbedeuteten Geschichten, die ihr aber erst den unverwechselbaren Character gaben….

Schattenspringen in New York (9)

Es lag nahe, nämlich nicht nur im sprichwörtlichen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes, das Empire State Building … hm, zu besteigen war nicht das richtige Wort bei hundertunddrei Stockwerken, von denen sie die ersten sechsundachtzig mit dem Lift fuhr. Aber die letzten sechzehn erkletterte sie tatsächlich (im Stiegenhaus steile und enge Treppen empor, nicht an…

Schattenspringen in New York (8)

Es gab etwas an der Brooklyn Bridge, das sie besonders schön fand. War es das verbindend Verbindliche zwischen zwei unterschiedlichen Welten (denn drüben in Brooklyn, da war es doch ein wenig anders, einfach ein wenig anders)? Die Architektur? Die jeweilige Perspektive, je nachdem, wo man gerade stand? Die atemberaubenden Ansichten, egal, wo man gerade stand?…

Schattenspringen in New York (6)

Es war seltsam. Sie, die so geräuschempfindlich war, Musik nur hörte, wenn sie wirklich Musik hören wollte und keine simple Berieselung, und schon gar nicht bei der Arbeit, schätzte. Sie, die in der Nacht beim kleinsten Geräusch augenblicklich hellwach wurde und danach nicht mehr einschlafen konnte. Sie, die irgendwie allergisch auf allzu laute Stimmen reagierte, die…

Schattenspringen in New York (5)

Unmöglich, diese Stadt in weniger als zwei Wochen zu erkunden. Unmöglich, eine Auswahl zu treffen. Zu sehr interessierten sie diese Straßen, Parks, Plätze und vor allem: ihre Menschen. Also ließ sie sich – wieder einmal, wie fast immer, wenn sie auf Reisen war – treiben. Sie ging einfach und folgte … ihrer Neugierde. Der Plan,…

Schattenspringen in New York (1)

Die tosende, glosende, großartige Stadt bot sich täglich an, dies zu tun. Sie fühlte sich seltsam vertraut an. Die Springerin ging durch ihre Straßenschluchten, überquerte Brücken, fand ruhige Plätze und scharfe Kontraste. Sie liebte den Pulsschlag der Stadt. Er machte sie unruhig, ja. Konfrontierte sie mit sich selbst, mit allen Sehnsüchten und Ängsten und Freuden….

Der Geist aus … dem Selbst … / The Genie from … Self …

Schattengleich entspringst du mir, verbeugst dich manchmal artig, manchmal tanzt du wild & frei, um mich herum, fährst in mich hinein, durch mich hindurch, mitten in das Leben allen Seins und verbindest mich mit dir, mit mir, mit ihm und ihr, denn wir sind eins. Ich kann springen, was ich will, manchmal bist du seitwärts,…

Das Ende einer Kerze / Candle’s End

Das Verschwinden der einen Gestalt erlaubt das Erscheinen einer neuen. Auch diese ist nur vorübergehend in dieser Welt. Wozu also festhalten an … ja, woran eigentlich? *** The dissolving of one shape allowes the appearance of another. Also that one is in this world only of temporary nature. So why do we hold on … yes,…

Springerin bereitet sich vor / Springerin prepares …

…ihre Fotos wollen ihr zur Zeit nicht so recht gelingen, ihr Blick scheint irgendwie getrübt. Auch die Worte tröpfeln spärlich. Es ist offenbar eine Zeit der Stille und der Innenschau. Allerdings plant die Springerin ihre nächste Reise. Sie führt nicht dorthin, wo sie ursprünglich geplant hatte zu reisen, aber sie freut sich unbändig. Überhaupt ist…

(Loss‘ uns) heit frei sein …

(Wienerisch, eine mögliche Übersetzung: Freiheit ist.) Vielleicht ist Freiheit nicht die Möglichkeit, alles zu lassen oder zu tun, weil man lassen und tun kann was man will, sondern die Erkenntnis, dass wir lieben können, ohne allzu romantisch zu werden und den und die Nächsten wirklich wahrzunehmen, was nicht unbedingt eine Grenze sein muss, an der Freiheit…

Alltagsgedanken.

So genannter Alltag für eine immer größer werdende Anzahl von Menschen. Zum Beispiel: Neu installierte Datenspeicherungssysteme, so aufgebläht und „neutral“ wie Datenbanken nur sein können. Was früher sinnlich-taktil erfasst und begriffen und in Folge davon relativ schnell bearbeitet werden konnte, treibt nun durch den uferlosen virtuellen, unpersönlichen Raum. Alles, was jemals erfasst worden war, irgendwo abrufbar über logisch…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (11)

Am Tag vor dem Abflug wollte sie nochmal den Strand ausgiebig genießen. Stadt hatte sie in der ihren im Grunde eh genug. Obwohl ja jede über ihre wirklich eigene Seele verfügt, und Amsterdam hatte da etwas, das der ihren doch sehr entsprach. So putzte sie ihr Gefieder, gewissermaßen, und schritt dann los, ging an den smarten…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (5)

Fortsetzung … Feiernde Menschen. Die Musik hatte sie schon von weitem gehört. Nun stand sie vor dem Gebäude, offenbar so etwas wie einem buddhistischen Zentrum. Das Fest allerdings fand etwas weiter entfernt in einem Strandcafé statt. Sie konnte die Menschen schemenhaft erkennen. Kinder tollten herum. Der Junge von vorhin war verschwunden, vermutlich hinter der nächsten Sanddüne,…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (2)

Fortsetzung … Der Zauber der Stadt fing sie ein, indem sie sich dem Augenblick ergab. Sie strömte mit. Ging über die Brücke und gelangte ins berühmte Rotlichtviertel, ohne es gesucht zu haben. Fand die ebenso berühmten Schaufenster, in denen sich die Damen des Gewerbes zur Schau stellten. Zigaretten rauchten, während sie warteten, oder auf ihre…

Amsterdam – die Springerin auf Reisen … (1)

Sie reiste in der Walpurgisnacht – der richtigen, gemäß dem Stand des Mondes, nicht des Kalenders – los. Als der Flieger über der Stadt kreiste, um zur Landung anzusetzen, hing er – der Mond, nicht der Flieger – rund, schön, ernst, weiß und sagenhaft stumm am Himmelszelt und verhieß, so beschloss die Springerin, nur Gutes….

Die Tür zum Geheimnis / The Door To Secret

Unverhofft stand sie vor einer Türe, die so gar nicht in das nüchterne Ambiente modernen, urbanen Lebens passte. Sie schien auch ins Nichts zu führen, denn es spielte sich hinter ihr der tosende Verkehr der Stadt ab. Sie war ein wenig irritiert, dachte allerdings nach einer Zehntelsekunde, dass es sich hierbei um einen Verschlag handelte, in…

Des Zaunes Auge – The Fences Eye

wachsam folgt es dem vorüberziehenden Wanderer zu beschützen den im Teich ruhenden sanften Drachen des Lichts (…) treuer Wächter seines Herrn von Wind und Wetter gezeichnet nichtsdestotrotz standhaft der Liebe durchlässiges Herz das kann kein Schlingendraht verhindern vielleicht hält dieser auch nur aufrecht was zueinander gehört …

Der Geheime See / The Secret Pond

Tief im Wald, mitten in der Stadt, außerhalb des Universums, das wir zu kennen meinen scheint die Sonne auf die glatte Fläche des Sees wie auf einen Spiegel und reflektiert deren Flecken. Der Wind der sich erhebt, ganz sanft, kräuselt die Wellen ganz leicht. Die chinesischen Erpel schaukeln verträumt und wissen sehr wohl, ich bin…

Leeres Herz

… ist jenes. welches sich – noch voll – hungrigen Seelen zur Nahrung darbietet. Es dauert keine Sekunde und es ist leer. Anders als die Nussschale, die  – einmal leergefressen und fallen gelassen – nur mehr eins werden kann mit dem steinigen Boden, kann sich das menschliche Herz wieder öffnen und neu füllen. So lange es…

„Flow“

Kümmert sich der Fluss um die Qualität des Fließens, während er fließt? Kümmert es das Wasser, das fließt, ob die Bedingungen passend sind oder nicht? Es fließt, es schlängelt sich, es untergräbt, bricht durch, überschwemmt, versickert, wird Dunst und Regen. Die Energie fließt, ob ich nun bereit bin oder auch nicht. Selbst wenn mein Körper…

Lernen

Wir haben solche Angst davor, verwundet zu werden, dass wir Harnische anlegen. Mauern um uns herum bauen. Undurchdringlich. Für den Schmerz (hoffen wir). Dabei vergessen wir, dass große Schönheit nur durch unsere Bereitschaft den Schmerz, der passiert, anzunehmen entsteht. Was klein war, kann nun groß werden und ergreifend, nicht nur äußerlich schön. Es berührt. Die…

Kopfloses altes Haus …

Brief an die Freundin: …. Alles in der Schwebe, also. So wie mein Haus. Dachboden inzwischen völlig weg. Kopfloses altes Haus, fast so wie ich … die Metamorphose des Gebäudes spiegelt meine eigene innere Entwicklung wider, finde ich ausgesprochen spannend, unterhaltend … mittlerweile, am Anfang befand ich mich am Rande eines Nervenzusammenbruchs. Ich begriff, dass…

Bloß Gedanken …

Ich kann das alles schon nicht mehr hören: die Gewissensbisse derer, die helfen wollen, es aber nicht tun, aus welchem Grund auch immer. Jene, die helfen können und wollen, sollen es tun, aber ohne missionarischem Eifer. Wenn sie es wollen, ist es eine menschlich „richtige“ Entscheidung. Ob sie es tun, liegt manchmal nicht in der…