Das scheinbare Ende nur

Liebe verschwindet nicht. Ist sie scheinbar nicht mehr da war sie nie  anwesend. Ist deine Liebe weg? Nein? Die andere? Ja? Wo war diese Liebe, je? Alles nur Vorstellung. Liebe tut. Sie plappert nicht. Sie zeigt sich grade in Zeiten  der Not. Bleib in der Liebe. Sie führt und weist. Dir Deinen  Weg. Ins Vertrauen.  …

Letzte Tage dieses Sommers

Es war noch Sommer, aber schon fielen die Blätter von den Bäumen und welkten in Brückenritzen vor sich hin, vergilbten, wurden trocken und zerstäubten schließlich. Tränen, vom letzten Regen übrig geblieben, säumten Spinnweben wie funkelnde Edelsteine. Der Fluss darunter strebte seiner Mündung zu, einem größeren Fluss, ihre Wasser vermengten sich und somit floss er weiter…

The Very Secret of Avalon

As the mist rises on the lakes surface I feel as if I’d enter the island of Avalon crossing the water on the bark of endless love holding in my hands the bloodfilled grail the seekers of love were so desperately trying to find behold the grail is your heart nothing else freely given gift a…

Brilliant Days

I found something in myself unexpected but irrestistable: the world’s love for me I just looked at what was spreading before me curious and humble and found everything what is within me too and I am within world one heart among …  _______________________________________________________ Picture made by George Gonzales (thank you for being such a great…

Es ist Anfang August …

… dachte sie eines Abends, als sie wieder durch die Felder streifte. Kurz bevor die Sonne im Begriff war unterzugehen. Die Landschaft mit geheimnisvoll anmutender Abendstimmung übergoss. Manche weiße Blume noch aufleuchten ließ, bevor auch diese in der Dunkelheit untertauchte. Tja, überlegte sie weiters, ein Grund mehr, zu leben, was das Zeug hält. Und sie…

Blog Award – THANK YOU and NOMINATION

Ich war ausgesprochen überrascht über die Nominierung zum Blog Award durch den versteckten Poeten (https://derverstecktepoet.wordpress.com/) … vielen herzlichen Dank! Ich bin auch traurig, dass er sich noch mehr versteckt hat, aus Gründen die ich verstehe und auch nicht, weil ich ja nicht weiß, worum es dabei tatsächlich gegangen ist. Ich hoffe, dass er wieder in…

To Choose and Being Chosen

world is beyond comprehension reality we are in communication we know we feel intuitively we love and hate we are human souls searching for something called truth we know without knowing exactly and we choose always rarely we are chosen I choose myself and always whom I love no because as Rumi says: „A lover…

Schweifen

Sie ließ den Blick schweifen. Das Tal lag vor ihren Füßen, breitete sich aus wie ein duftender wertvoller schwerer Teppich. Sie tat einen Schritt nach dem anderen, ging den Weinberg hoch. Auf dem Weinberg. Setzte sie sich in den Schatten einer Rebe und blickte hinab. Es tat gut, oben zu sein, einen Überblick zu haben….

Fortsetzung der Haselnussreife

Sie kam am Haselnussbaum vorbei, wenn sie zum Fluss ging, der eigentlich nur ein Flüsschen war. Daher konnte sie jedesmal einen Blick auf den Stand der Haselnussreife werfen. Diese ging langsam aber beharrlich vonstatten. In der Zwischenzeit fielen die letzten überreifen Marillen von den Bäumen, es kugelten noch einige aufgeplatzte und still vor sich hin…

Die Hasel (Fortsetzung der allmählichen Ganz-Werdung der Zeit)

Die Haselnüsse reiften langsam heran. Die Tage kamen und gingen. Mit ihnen die Sonne und der Regen, Wind und Wetter, in allen ihren Höhen und Tiefen. Die Vorgänge der Natur waren ein perfektes Spiegelbild ihres Inneren, sie durchlebte intensive Freude und ebenso Wut und Trauer, Enttäuschung, Erschöpfung … sie hatte das Gefühl, sich in einem…

Das allmähliche Ganz-Werden der Zeit

Es wurde ihr bewusst, dass sie das Heranreifen der Haselnuss würde beobachten können. Dankbarkeit stieg in ihr hoch. Und der Gedanke, was für ein Geschenk die Zeit doch sei. Nicht deren Zerstückelung, sondern als Dasein im Raum, inmitten der Erscheinung der Dinge, als Teil eines Ganzen, nicht überschaubar, nur erlebbar im Jetzt, dem allerkleinsten Stück…

Das Aufseufzen der Seele.

Sie atmete. Sie blickte über einen weiten Horizont. Fühlte den Wind auf ihrer Haut und in den Haaren. Die abendlichen Sonnenstrahlen umschmeichelten sie. Sie spürte das Gras unter ihren Fußsohlen, das pulsierende Leben der Erde, das Krabbeln der einen Insekten auf Zehen und Waden, hörte das Summen der anderen in der Luft. Sie roch die…

Heaven’s Secret

Behinde those clouds there’s always sky everlasting not blue but pitch dark and in this seemingly bleak blackness in reality are contained all the colours of all the worlds so: why worry? If it is dark for the moment you have all the light in yourself break through and shine be one of sun’s rays…

Passion’s Wounds

It’s neither our wounds which are most precious nor our intactness or virginity it’s our true grit to love passionatly and  go through pain when it’s there on to the other side keep on breathing keep on going when you’re tired take a rest then get up again and  move on with love and  have true grit as long as your heart…

Wasatch Mountains

Wir fuhren los, in östliche Richtung. Der Himmel war von einem geradezu unverschämten Blau, Wolkenbänke türmten sich dramatisch um die Gipfel der Berge. Wir wanderten im Schnee. Folgten dem Little Cottonwood Creek. Als Wienerin kenne ich die Alpen ganz gut, deren schroffe Schönheit und so weiter und so fort. Die Berge hier: sie haben ein…

Was wird dieser Tag der Welt bringen?

Welchen Weg werden wir einschlagen? Ich kenne nur meinen eigenen … es ist ein Weg eines leidenschaftlich schlagenden  Herzens das der Welt gehört Die Welt ein einziges großes pochendes Herz das unendlich viel bluten kann Das Blut vergossen wie Tränen? Oder wie Regen auf einem Feld in dem der Samen der Freude und des Mitgefühls…

Vollmond in Wien – Full Moon in Vienna

Soeben tauchte aus den Kulissen der Stadt nein den Schatten derselben ein großer, runder Mond hervor ganz ernst und ergreifend schön sehnsuchtsvoll viel versprechend täuschend echt das Licht der Sonne der Mond ein Gaukler? Ein Spiegel Bild und Erinnerung an uns die Sehnsucht geht auf und unter gehen wir Himmel hilf und lass uns nicht…

Ich seh‘ dich …

… siehst du mich? Was sehe ich wenn ich dich betrachte? Mich selbst? Dich? Uns? Die Welt? Was nur, sehe ich, siehst du, sehen wir? *** Sehen wir? Oder träumen wir? Träume ich? Träumst du? Wer träumt, wer ist? Was wird sein, was ist bereits? Was ist nicht? Vor allem, wann und wo? Wie? Warum? Ach Herz,…

Geflügelte Wesen

Du bist müde, mutlos? Auf, hinaus, hinauf! Himmelwärts stürmend, die Erde erobernd in liebender Glut! Lass dich nicht hängen, Seele, es dämmert bereits ein neuer Tag herauf und beginnt ein weiteres Kapitel im Buch deines Lebens. Du bist müde? Dann leg‘ dich schlafen, dein Haupt auf ein  weiches Kissen, träume süß, und morgen schwinge dich…

Manchmal …

… ist alles schon gesagt, und es bleibt nur das Schweigen. Manchmal ist Schweigen beredter als jegliches Wort. Manchmal ist Schweigen gefüllt mit Ungesagtem, Unaussprechlichem, Namenlosem. Manchmal hüllt Schmerz einen Mantel der Sprachlosigkeit um den, der schweigt. Manchmal schweige auch ich. Manchmal versagt mir die Stimme, verschlägt es mir das Wort. Manchmal schweige ich aus…

Blaues Wunder

Himmel, so weit wie du weg. Sommer kommt, du gingst. Und wieder weißt du nichts. Von mir. Wie denn auch? Wenn immer dann, wenn Nähe droht du das Weite suchst. Wer will dich fangen? Ich nicht. Höchstens halte ich geduldig die Hand hin, damit du landest für einen Augenblick wie ein scheuer Vogel aus dem…

Die Gedanken …

 …. kriechen wie aus dunklen Fluten heraus, an Land, und nisten sich ein im Sand oder Stein. Dort legen sie ihre Brut ab und verschwinden wieder im Nass, im schwarzen, und scheren sich einen Dreck was wird aus dem, was sie am Ufer zurück- und hinterließen. Und ich muss nun sehen wie ich  zurechtkomme mit…

Ein frühlingshafter Morgengruß …

… an die Welt! Heute Nacht besiegte die Solidarität den Terroristen in meinem Traum. Er glaubte, er hätte erfolgreich die Granate geworfen. Sie rollte zurück. Er lief weg, duckte sich, es kamen seine vermeintlichen Feinde, die Granate ging hoch und zerriss niemanden. Die Gemeinschaft hob den Terroristen auf. Und er sah seinen Irrtum ein. Und…

Dunkle Wolken am Horizont

Das erwartete Gewitter blieb aus. Nur Regen ergoss sich. Wie stumme Tränen. Die Bäume nickten weise. Die Sonne ging unter ehe es zur Überschwemmung kam. Die Nacht senkte sich diskret wie immer über den Boden. Feiner Niesel durchtränkte ihn bis zum Morgen. Dann ging die Sonne wieder auf. Natürlich. Was sonst?  

Hingabe.

Wege tun sich auf, wenn du nur den Mut aufbringst, aufzubrechen und deine ganz persönliche Reise zu beginnen. Das Ziel? Wir werden sterben, das ist gewiss, alles andere ergibt sich. Haben wir vor, glücklich zu sein? Dann wird es uns auch gelingen. Wollen wir das ganze Paket Leben? Dann müssen wir auch Tränen und Schmerzen…

Herzblütenwind

Herzwindblüten, Windherzblüten, Blütenwindherz … Liebe … am „Anfang“ (wovon eigentlich? Kann Liebe wirklich einen Anfang haben???) siehst du überall Herzen, später jedoch einfach nur den Wind, der von Bäumen rieselnde Blüten über Tischplanken weht.  Nichtsdestotrotz bleiben schöne Bilder. Das zählt. Doch. Das zählt sogar viel. 

Lebendigkeit, überschäumend …

Die Pfeile, die ihr schleudert, sollten höchstens die des Amor sein. Bändigt eure Kraft, liebevoll, freudvoll, mit nur einem zarten Band, für Halt, nicht Zwang. Lasst die Zügel frei, vertraut der wilden Kraft in euch. Seid zart, seid zärtlich, seid weich wie Seide. Dann seid ihr stark, sehr stark, und klar, so klar.    …

Ich folge dir …

… mein wildes, mildes Herz. Nein, Angst habe ich keine. Manchmal vielleicht. Warum auch nicht? Ich schüttle sie ab. Und schreite voran. Laufe, springe, tanze. Singe. Halte nicht fest: sondern umarme. Lebendigkeit, so lange das Leben ist. Nicht mehr, nicht weniger. Lasse los, frei, lasse geh’n, lasse steh’n. Und freu mich auf eines langen stürmischen…

Abendstimmung

Wir fahren über Land, vom Morgen bis zum Abend sind wir auf der Reise. Wir nehmen beständig Bilder auf, an die wir uns nicht erinnern können, halten wir sie nicht fest, irgendwie. Natürlich verklären wir. Unser Auge sieht die Wirklichkeit, unser Bewusstsein verweigert sich der Realität, verschönt, wo es nur irgendwie möglich ist, um zu…

Nie …

… sah ich ein Gesicht,  schöner als dies, mit Furchen darin, tief ins Antlitz gemeiselt vom Leben. Dem Schmerz, den es  durchlebte. Hervorgerufen durch die ursprüngliche Fähigkeit zu lieben. Zurückgewiesen und auch angenommen, erwidert oder  auch nicht. Die Augen, die strahlen auf den ersten Blick, doch beim Betrachten in der Nähe sich in ihren Stirnknochenhöhlen…

Hinterhofbegegnung, abends

Ich tat so, als wär‘ ich eine Katze, schlich am Dachboden herum. Lugte aus Fensterritzen  und kletterte auf Baustellenbrettern über schwindelerregende Tiefen als Brücken gespannt. Es dämmerte bereits. Immer auf der Suche, nein, immer am Finden. Die Welt, eine Bühne, eine Leinwand, ein Spiel von Schatten und Licht. Flackernden, flimmernden Gegenständen. Wesenheiten. Geistern und  Ideen…

Für die Ewigkeit?

dich sehen und  dich lieben war  eins dich begehren und dich sehen war eins dich sehen und dich spüren war eins dich sehen dich sehen dich sehen  war mehr  als dich begehren und als dich spüren dich sehen dich sehen dich sehen war verstehen dich sehen erkennen spüren wissen und alles für einen Augenblick nicht…

Der Wald beginnt zu atmen …

Da und dort hörst du bereits den Atem des Waldes. Nicht den Gesang des Windes, der durch die Saiten der Baumharfen streicht, sondern das Weitwerden der Waldbrust, sichtbar werdend mit jedem Blatt, das sich nach innigem Gebet an seinen Schöpfer endlich öffnet, sich ausbreitet, grünt und jubiliert. Und damit die Welt preist, die da ist,…

Magnolia, Full Of Passion

Express yourself, darling, tell the world you’re a lover by nature. Don’t be shy about your blooming heart and ways. Let your blossoms brighten, your petals shine in the light of sun and moon. Show your inside, my love, show it with grace. Be proud and humble, just like pure things are. Since: there is…

Blüten im Wind

Man könnte meinen der Wind spiele neckisch mit den jungen Blüten. Ein stürmischer Geselle, robuster Sohn des Wintersturms. Werden die zarten Pflänzchen, Töchter des bevorstehenden Sommers, ihn übersteh’n? Der Wind wird gegangen sein, und auf den Bäumen werden Früchte hängen, eines Tages, reif und schwer. Vermutlich Vogelfutter. Rest dem Boden. Sei nicht so romantisch, Herz.

Skyline

Und alles strebt höher, verdeckt den Himmel.  Stehst du auf dem Dach, ganz oben, kannst du den Himmel doch nicht berühren. Selbst Raketen bringen dich nicht dorthin, auch kein Gerät zum Beamen. Die Alten wussten eins: (nicht alle) er ist in dir. Sonst nirgends. Auch ganz Junge (nicht alle) wissen das. Nicht alle. Drum gibt…

Ein Schiff wird kommen?

Es liegt bereits am Ufer, fest verankert. Also, wozu warten? Erwarte nicht, dass es dich ans andere Ende der Welt trägt. Dieses hier schwimmt nicht einmal ans and’re Ufer. Es bleibt. Es ist zu schwer verankert. Es hat vermutlich schon zu viele Reisen hinter sich … Unsinn! Das Schiff ist einfach nur ein Schiff. Der…

Traumgesicht fleht

  Ich traf einen Geist er lugte hervor aus dem Wasser ängstlich wie ein verlorenes Kind fragend schweigend bittend fast ein Fleh’n ich erschrak bei seinem Anblick schreckte zurück lief davon vergaß zu fragen worum er bat und nun frag ich mich war’s meine Seele oder nur ein Traum? Nein. Es war mein Spiegelbild. Oder…

Gesichtsloses Spiegelbild

Der Hass auf die Bedürftigen rührt vermutlich von daher, dass sie daran erinnern, wie bedürftig wir selbst ganz tief im Grunde wirklich sind. Wie zerbrechlich unsere Existenz in Wahrheit ist. Wir wissen, es gehört uns nichts. Wir können jederzeit tief fallen. Jederzeit! Die Angst vor der Armut lässt Herzen verhärten, damit die Angst sie nicht…

Wenn die Ruhe nicht in mir ist, ist sie nirgendwo.

  Die Kraft zur Entfaltung kommt von innerhalb. Das, von dem du glaubst, es liegt außerhalb ist lediglich ein Spiegelbild von dir. Verleugnen hilft gar nichts. Schau hin und lerne zu lieben, das, was ungeliebt ist und danach schreit geliebt zu werden. Oh, das ist schwer. Womöglich unmöglich. Womöglich wahr. Was zählt, letztendlich, sind Taten…

Die Einkehr…

… hält selbst innere Einkehr. das Tor hält verschlossen lädt noch nicht ein der Zaun gebietet Abstand gewährt Einblick sagt: Bleib draußen! Davor ein Pilger aus vergangener Zeit er kam als Fremder auf der Durchreise Er kam nicht weiter das Misstrauen der andern war zu stark Er überlebte es nicht Seither wird er als Heiliger verehrt…

Morgenschatten

… an einem Tag im Vorfrühling im März der Weihnachtsstern leuchtet in der Sonne ein welkes Blatt bittet um Gnade Ostern kommt bald die Wiederauferstehung der Freude am Leben der Lust der Sinnlichkeit die karge Zeit ist vorüber jubiliert dankt und liebt vergebt lebt seht kniet nieder auf die Erde sie, die alles trägt alles…

Wake up

Who’s demanding commanding suggesting advising expecting that? Who’s considering following giving in capitulate conceding to that? Waking up to reality? Loosing a dream? What is more real a dream of reality a reality of lost dreams? Take nothing for granted a gift is a gift we own nothing at all that’s why we could be ever…

Heart Lost On Pavement

OUCH! It fell and landed hard merged into the concrete of the pavement people trampled on it not knowing this heart was still alive and real but it never stopped beating and someone came picked it up and caressed it it stopped bleeding but still pushed blood through my veins brave heart of mine and…

Blossom

Noch sind sie überschaubar, die Blüten, und jede einzelne von ihnen wird begrüßt, wenn sie erwacht, in der Vase, zuhaus, auf dem Schrank oder auf dem Tisch. Die Seele hungert nach dem Licht des Frühlings, es ist die Zeit des Erwachens und Strebens. Die Schwere des Winters drückt auf die Schultern, es ist viel Trauer dabei, schwer, Lebwohl zu sagen….

Eine Ahnung

Nach dem Sturm kehrt Ruhe ein. Der Winter ist vorbei, auch wenn er vielleicht noch einige Male grimmig sein Haupt schüttelt. Aber der Greis weiß, er muss gehen, es ist nur eine Frage der Zeit. Der Frühling schießt da und dort bereits recht ungeduldig hervor, ungestüm wie immer. Nur am Anfang verhalten, schüchtern. Die ersten…

Oh Himmel hilf!

Lass mich weder meinen Verstand noch mein Verständnis verlieren ob des Wahnsinns in der Welt, der immer mehr um sich schlagenden verzweifelten, wütenden, immer blinder werdenden Angst. Die ihre seltsam gefräßigen Blüten blutrünstig fleischfressend entfaltet, nein, wie ein verhängnisvolles Netz über die Menschheit wirft und in Geiselhaft nimmt. Sie braucht Blut und Fleisch, die Angst….

Himmel!

Wohin verschwindet das Blau des Himmels, wenn es Nacht wird? Ist es sein Kleidungsstück bei Tag?  Und des nachts hüllt er sich in Schwarz? Mit Sternen und  dem Mond als seinen Schmuck. Des Tages Blau ganz schlicht. Manchmal verbrämt mit weißem Hermelin. Von Zeit zu Zeit in Asche getaucht. Je nachdem. So wie auch die Nacht sich in graue…

Schattenwerfer, die wir sind …

Der Wind weht, wir sind das Laub des längst vergang’nen Sommers. Durch’s Geschehen gewirbelt, als gäbe es kein Morgen, landen wir auf dem feuchten, nasskalten Boden. Auf der Erde. Wir sind Kompost. Was haben wir gesät? Werden Rosen blühen? Auch diese haben Dornen. Habt Acht! Auf die Schatten, die wir werfen, über jene, die noch…

Das Haus und die Chronistin

Wenn diese Ziegel erzählen könnten, würden Sie von der Frau berichten, die in diesen Mauern auf zwanzig Quadratmetern zusammen mit ihrer Familie – ihrem Mann und ihrer Tochter – über vierzig Jahre gelebt hatte. Sie erzählte mir, es wären glückliche Zeiten gewesen. Sie hatte keinen Gas- und Wasseranschluss in der Wohnung und die Toilette befand sich…

Klares Sehen – scharfes Sehen?

 Scharfsichtigkeit – akkurates Sehen? Die Grenzen verschwimmen manchmal. Wahrnehmung ist ganzheitlich, wir sehen mit Geist, Seele, Körper. Hoffnung, das Zarte, Enttäuschung, der Schmerz, Intensität der Empfindung, die Lebendigkeit. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Augen – so sagt man – seien das Tor zur Seele. Erkennt man Schönes, erkennt man sich selbst?      …

Baustellenidyll: Sinnbild

Es ist aufreibend, in einem Haus zu leben, das von Grund auf saniert und aufgestockt wird. Aber auch schön zu sehen, wie sich alles verändert. Ich kenne nun jeden Winkel, vom Keller angefangen bis zum Dachboden hinauf, sehe das Skelett des Hauses, welches von den Fachleuten und Arbeitern wie zuvor entdeckte und ausgegrabene Dinosaurierknochen wieder…

Cincinnati Kid

Lucius Quinctius Cincinnatus, Ausbund römischer Tugenden … Ich lief ihm vorgestern über den Weg. Ich konnte nicht widerstehen und fragte, ob ich ein Foto von ihm machen dürfe. Huldvoll gewährte er mir diese Gunst. Ein wahrer Gentleman eben. Naja, eigentlich ist er ein ziemlich lässiger Typ. Nicht sehr gesprächig, eher ein Mann der Tat.  …

Licht und Schatten

Die Trauer ist der Schatten, der das Licht der Freude umso heller strahlen lässt. Das Leben ist schön und wenn wir Freunde verlieren, dann sind wir es ihnen schuldig, unser eigenes noch intensiver zu leben, im Bewusstsein, dass wirklich jeder Augenblick unser letzter sein kann. Wie bedeutungsvoll ist dann mit einem Mal unser Leben! Jedes…

Tropfen auf einem Stein …

… ergeben eine Pfütze, spiegeln die Welt … zauberhafte Augenblicke … und dann holst du auch noch das Licht hervor und staunst, was alles da ist, wenn du es nur siehst. Es lohnt sich, die Augen zu öffnen für das Wesentliche, das manchmal unsichtbar scheint, aber eben nicht ist. Wir entscheiden, was wir sehen und…

Das Leben geht weiter

Bei einem unserer letzten Spaziergänge, die ich mit Eda unternahm, hörte ich beim Verlassen des Parks ein Käuzchen schreien: „Kiwit, kiwit!“ Mein Herz wurde schwer. Ich lugte zu Eda, wusste nicht, ob sie den Ruf wahrgenommen hatte. Sie unterbrach ihre Rede nicht. Ich schwieg. Ich wischte den Aberglauben aus meinem Gedächtnis und konzentrierte mich wieder…

Vermächtnis

Meine Freundin Eda starb vor einigen Tagen. Überrascht stelle ich fest, dass sie keine Lücke hinterlässt in meinem Leben. Ganz im Gegenteil füllt sie eine Leere in meinem Herzen und erhellt sie mit ihrem Licht. Ich sehe sie lächeln und strahlen. Ich lächle zurück und verbeuge mich vor ihr, ich bin dankbar, dass sie mich in…

Töne und Tanz

Aus den Boxen erklingt Musik, sowohl ätherisch als auch erdig, runde, bauchige Töne, Seifenblasen gleich, die in der Luft emporschweben, schimmern und glitzern in den Farben des Regenbogens. Dem Pochen des Herzens ähnlich, wie das Stampfen der nackten Fußsohlen auf dem Boden, die zuckenden Schultern, Arme und Finger, die zur Melodie schwingen, wie die kreisenden…

Unsterblichkeit

 Die Gedanken fahren über Land. Es dämmert – der Morgen oder der Abend? Wenn der Himmel so bleiern ist wie dieser Tage ist nicht einmal auf den Stand der Sonne Verlass. Der Wind bläst eisig, der Schnee unter meinen Sohlen knirscht. Mein Atem hüllt meine Wangen in warmen Dunst ein, beschlägt meine Brillen. Ich gehe…

Eiszeit und Glut

Es hat wieder geschneit. Über Nacht sammelte der Schnee seine Billionen von Flocken und legte sich auf Straßen und Dächer nieder, schmiegte sich an Dachziegeln oder wurde zermatscht von Winterreifen in der Dunkelheit. Bäume ragen mit ihren hageren kahlen Ästen in den bleiernen Himmel. Die Eiseskälte hüllt uns ein wie … nein, nicht wie ein…

Wunder

Oh, das Jahr schreitet voran. Die Tage werden bereits länger. Zwar sind sie trüber und grauer als während des ganzen übrigen Winters zuvor, aber Tatsachen sind nun einmal Tatsachen. Die Völlereien der Weihnachtstage und die Trunkenheit der Silvesternacht liegen hinter uns, wir erholen uns von unseren Katern (und Katzen?) und schwören, wir werden sofort mit…

Neu

Es schneit. Als ich heute Morgen aus dem Fenster blickte, sah die Welt wie überzuckert aus. Glitzernd. Neu. Verheißungsvoll. Fassen wir sie ins Auge, sehen wir sie uns an. Es ist einfach ein neuer Tag im Winter. Nicht mehr und nicht weniger. Die Jahreszahl spielt keine Rolle. Gibt es die Raunächte wirklich? Was bedeuten die…

Ein Wunsch

Jahresende. Jahresrückblick. Erwartungen. Vorsätze? Ja, ich werde besser auf meine Gesundheit schauen, weniger arbeiten, mehr Spaß haben. Öfter reisen, ans Meer, in die Berge, durch Wälder stapfen, mit meinem Liebsten vögeln was das Zeug hält und lernen, was es heißt noch tiefer zu lieben, Grenzen erforschen, vielleicht überschreiten oder welche ziehen, wer weiß? Alles ist…

Nebelriesen

Der gestrige Nebel war so dicht, dass ich glaubte, es hätte zu regnen begonnen, als ich durch den Wald ging. Eine Lichtung erreichend und diese durchquerend, merkte ich das sei nicht der Fall. Wieder im Wald, regnete erneut es von den kahlen Ästen, die Nebelschwaden hatten die Bäume völlig mit ihrer Feuchtigkeit getränkt. Die einzelnen Stämme…

Inspiration

    Die Dichter waren Engel, die uns das Leben lehrten, ohne ihre Zeigefinger zu erheben. Und wenn sie es taten, dann nicht um uns zu ermahnen oder zu bevormunden. Sie legten sie ernst an ihre Lippen, um uns in Momenten der Selbstvorwürfe zum Schweigen zu bringen. Nicht, um uns verstummen zu lassen, sondern um…

Dann gibt es Luftsprünge.

Damit ist nicht gemeint, dass man in die Luft gehen solle, oder an die frische Luft. Nein, Luftsprünge sind Freudensprünge, die gehen hinauf, nicht in den Abgrund. Und du landest ziemlich sicher wieder auf deinen zwei Beinen und solltest du am Boden herumkugeln vor Lachen werden die größten Schmerzen höchstens vom Zwerchfell herrühren …

Abgründe und Landungen

Manchmal springst du, weil du all deinen Mut zusammennimmst und landest unsanft. Da der Abgrund, in den du gesprungen bist, im Dunkel lag, sahst du nicht die scharfkantigen Felsen und das Dornengestrüpp, das dich zerkratzt. Dennoch musst du zugeben, dass genau dieses dich vor dem Aufprall schützte, der gefährlich gewesen wäre: du hättest dir sämtliche…

Freier Sprung

Wagst du den freien Sprung, will sagen, du springst in einen Abgrund ohne jegliche Sicherung, ohne zu wissen, wo oder wie du landest, sozusagen mit verbundenen Augen, einfach weil dir eine Stimme befiehlt zu vertrauen, stellt sich unter Umständen heraus, dass da nie ein Abgrund sondern nur ein Schritt zu tun war. Mit verbundenen Augen…

Allererste Sprungversuche

Man sagt, aller Anfang sei schwer. Und jede Reise beginne mit dem ersten Schritt. Dies soll keine Ansammlung Allgemeinplätze werden, sondern eine Art Pilgerschaft. Das Ziel wird sich im Laufe der Zeit herauskristallisieren, vorerst geht es ums schlichte Tun, ums Spielen. Mit Worten, Gedanken, Bildern, Dingen, Themen, Ideen, Gestalten, Wesen und so weiter und so…