Dann kam der Mond … / Then the Moon Rose …

… Bestätigung, dass selbst in tiefster Nacht ein Licht leuchten kann. Der eingeschlagene Pfad würde nicht der Dunkelheit anheimfallen. Die Sandkörner auf ihm reflektieren den reflektierten Schein, erleuchteter Faden wie Seidengespinst ins Labyrinth und wieder hinaus. Trügender Schein oder Offenbarung. Die Antwort: in dir. *** … confirmation that even in the dead of night there…

Felsmalerei / Rock painting

Der Schatten einer Seele wandert durch die Wüste, scheinbar wiedergeboren aus bodengenährtem, windzerzaustem Busch, immer in Gefahr, in tausend Stürmen der Erde entrissen, von ihr entwurzelt zu werden. Sinnbild einer Welt für sich. Dann, plötzlich … *** A soul’s shadow wanders through the desert, seemingly reborn from soil-fed, windblown bush, always in danger of being…

De profundis.

Am Boden. Was heißt das schon? Am Grund angekommen. Den Schatten immer dabei. Ohne Sonne kein Schatten. Ohne Dinge kein Schatten. Ohne Schatten keine Dinge? *** On the ground. What does that mean? Arrived at the bottom. The shadow always there. Without sun no shadow. No shadow without things. Without shadow, no things? Sie hatten…

Riding the Bus to Magna …

This is a Diashow: English translation below Das Licht, die Wolken, die Berge, die Kälte … die Landschaft, die vorüberhuschenden Häuser, die Menschen … all das zusammen ergab eine Folge wundervoller Augenblicke, die sie versuchte mit ihrer Kamera zu erhaschen. Sie war keine dieser Schmetterlingsjäger, die ihre Beute aufspießten, um deren Schönheit für spätere Zeiten…

Nachts in Salt Lake City / When Night Falls upon Salt Lake City

Die Arbeiten an der Kanalisation dauerten die ganze Nacht an. Die Motoren dröhnten, der Dampf stieg in die Höhe, tanzte in der kalten Nacht, umnebelte die Männer in ihren Schutzanzügen. Die Scheinwerfer vorüberfahrender Autos vervollständigten die Choreographie, es war tatsächlich bezaubernd. *** The work on the sewer system continued throughout the night. The engines roared,…

Pat’s B.B.Q. and The Sister Wives

Es war Freitag Abend. Die Sonne stand in Begriff unterzugehen, als sie Pat’s B.B.Q. erreichten. Der Andrang war groß, denn sowohl die Burnt Ends als auch die „Sister Wives“-Band genossen einen ausgesprochen guten Ruf. Sie kamen rechtzeitig, die Band zu erleben, aber die Burnt Ends waren ausverkauft. *** It was Friday evening. The sun was…

Westwärts zieh‘ ich / Far West Bound

English translation below Wieder einmal machte sie sich auf und flog gen Westen. Über einen halben Kontinent, einen ganzen weiten Ozean, einen weiteren dreiviertel Kontinent hinweg an einen Ort an der Grenze zwischen Salzsee auf der einen und den Ausläufern der Rocky Mountains auf der anderen Seite. Was sie am Reisen liebte waren weniger die…

Looking Forward to Transition …?

No way not to change. Embrace (New) Life! English Version Below. Die Springerin legt ganz offensichtlich eine Blogpause ein. Sie fotografiert kaum, schreibt nicht, hört Musik, arbeitet, kämpft sich durch die eiskalte Zeit, freut sich auf Urlaub, auf den Frühling, der sicher irgendwann kommt, ganz, ganz sicher. Alles, was über dem O-Grad liegt an Temperatur…

Gedanken zur Nachhaltigkeit / Thoughts about Sustainability

    English version below Wenn „gutes“ Essen nur für Eliten leistbar ist, wie nachhaltig ist das dann wirklich? Wenn ich mir Gedanken mache über Kinderarbeit in der Dritten Welt, aber keine über die Menschen, welche grad so viel verdienen, dass sie lediglich Billigware kaufen können, und sogar dann noch in die Armutspirale fallen? Bin…

Eine Betrachtungsweise. / A Perspective.

English translation beneath Sie beobachtete, wie die Frau ihren Faschingskrapfen aß, am Abend eines Tages längst nach Aschermittwoch. In der U-Bahn. Umgeben von Nachhause- oder Sonstwohin-Fahrern, auf einem der Sitze am Gang. Etwas zusammengesunken der schmächtige Oberkörper, eindeutig müde, rechtschaffen, demütig irgendwie, so berührend anmutig in Ergebenheit. Schwarzes Kopftuch unter dem Kinn geknotet, zahnlos der…

Innenschau / Introspection

  Es geht wohl nicht ohne Flecke, dachte sie, als sie die Granatapfelkerne aus dem Gehäuse klopfte und zupfte und dabei ein paar rote Spritzer an der Wand entdeckte. Fleckenloses Gewissen. Fleckenlose Reinheit. *** No way to avoid stains, really, she thought, while pounding and patting the pomegranate seeds out of their case, spotting a…

Wandle in Schönheit / Walk in Beauty

Erinnere dich, freu‘ dich, halt‘ nicht fest. Geh weiter. Der Fluss, der sich am Fuße des Berges sich an dessen Felsen dort schmiegt und fließt, bleibt auch nicht stehen. Du findest in ihm nicht mehr jenes Wasser, in dem du einst gewandert bist. Und doch ist er noch immer derselbe Fluss. Nicht wahr? *** Remember,…

Des Wassers Murmeln / Water’s Murmur

Bei aufgewühltem Wasser warte, bis der Schlamm sich wieder setzt. Und dann freu‘ dich über die plötzliche Klarheit. Der nächste Sturm wird kommen. Na und? *** When waters are stirred up, wait until the mud settles again. And then enjoy the sudden clarity. The next storm will come. so what?    

Good Bye, 2017! Welcome, 2018!

Ihr habt meine einsam begonnene Pilgerinschaft auf WordPress in eine unvergessliche, über alle Maßen erfroiiiiiliche & beglückende Reise verwandelt. Dafür sage ich ein herzliches DANKE und wünsche euch ein wundervoll funkelndes und liebevolles Neues Jahr. Politische Entwicklungen kommen und gehen. Die Liebe, die bleibt. Manchmal muss man sie nur wiederfinden. *** You transformed my lonely…

Einmal schlafen noch / One More Night

Die Nacht senkt sich über das Tal. Die Berge versinken in der Feuchte, Dampf steigt hoch, ehe er zu klirren beginnt in Eishauchstarre. Die Bäume, sie locken dich? Meine Seele haben sie schon, sie singt zwischen den Zweigen und tanzt, mit dem Wind. *** Night falls above the valley. Mountains sink into moist darkness, steam…

Um wach zu sein … / To be awake …

… bedarf es der Nacht zu Träumen die Welt … / … it needs the Night to Dream the World … Sie ging schwanger mit Bildern, nie geseh’n, weil sie noch nicht gewesen waren. / She was pregnant with Visions, never seen, because they had never been yet. Am Rande der Dämmerung erhob sie sich…

Frohe Weihnachten, Welt! / Merry Christmas, World!

Ich wünsche euch allen friedliche, besinnliche und liebevolle Tage und Nächte. Die Erfüllung dessen, wonach jegliche Seele wirklich dürstet und hungert. Wir sind viele verschiedene Gleiche, die alle zusammen denselben Raum bewohnen, sei er nun öffentlich oder privat. Viele Häuser, viele Länder … dieselbe Erde, viele Sterne und Planeten … derselbe wunderbare Raum. NAMASTE. ***…

Ein freundliches“Wuff!“ aus der Pause … / A friendly „Woof!“ from the break …

English Version Below Er blieb stehen und wartete. Er lief nicht weg, als ich die Kamera hob. Er wendete den Kopf hierhin, dorthin. Er weiß, wie schön er ist. Und dass er mir einen Gefallen getan hat, als er sich von mir fotografieren ließ. Er wedelte mit dem Schwanz, guckte noch mal her und lief…

Unverhohlen / Unconcealed (1)

Das Jahr schreitet fort. Und auf einmal stehst du nackt vor dem Ende dessen was du jemals geglaubt hast. Was folgt? Ein neues Jahr. Wenn du noch warten kannst. *** Year progesses. Suddenly you stand naked before the end of whatever you used to believe in. What follows? A New Year. If you can wait….

RegenHerbstTage / RainFallDays

Die Kälte hat sich über uns geworfen. Es regnet. Weint der Himmel, der Welten Seele, über, um uns? Die Farben versprechen soviel Licht & Wärme. Die langen Winternächte kommen. Dann erst folgt das Licht. *** The Cold threw itself upon us. It’s raining. Does Heaven, World’s Soul, Cry? Over, about us? The colours promise: Warmth…

Heimliche Lehrer / Secret Teachers (6)

(English version below) Sie blickte in die Augen der jungen Frau und war überrascht, wie sanftmütig und offen der Blick war, der sie mit der gleichen freundlichen Neugierde zu betrachten schien: wer war das, mir gegenüber? Für den Bruchteil einer Sekunde, der ein Lächeln über beide Gesichter huschen ließ, gab es zwischen ihnen tatsächlich eine…

Heimliche Lehrer / Secret Teachers (4)

(English version below) Sie erinnerte sich an einen Bettler, den sie vor vielen Jahren einmal in einer Einkaufspassage in der Innenstadt gesehen hatte.  Zur Weihnachtszeit. Er lag demütig mit dem Gesicht nach unten gerichtet am Boden, mit den Händen zur stummen Bitte gefaltet. Kaum einer blickte zu ihm. Noch weniger gaben ihm etwas. Seitdem fragte…

Leute, es gibt noch viel zu tun …! / Folks, there is still a lot to do …!

Wenn die Dunkelheit naht, muss jede noch so kleine Flamme scheinen, damit die Menschen nicht vergessen, was es bedeutet, das Licht. Vielleicht wird es deshalb manchmal so richtig dunkel, daher lieben wir auch die Nacht. Doch die Nacht enthält den Tag als Versprechen an die Lebendigkeit, während die Dunkelheit durch der Menschen Gier nur Zerstörung…

Leben / Life

Die Renovierungsarbeiten waren schon in vollem Gange. In einem Jahr sähe es hier aus wie in einem Neubau. Irgendwie bedauerte sie das. Auch ihr Haus war erst komplett saniert und ausgebaut worden. Der alte Charme war dahin. Alles glänzte neu und unbescheiden. Die Schäbigkeit, die dem vorausgegangen war … hatte Charakter gehabt, die Stufen und…

Lichtstrahl / Ray of Light

Über Hoffnung müssen wir uns keine Gedanken machen. Selbst wenn wir selbst sie von Zeit zu Zeit verlieren, wir finden sie in den Menschen wieder, die zur richtigen Zeit am richtigen Ort die richtigen Dinge tun. *** We don’t have to muse about hope. Even when we ourself loose it from time to time, we…

Kampflos / No Battle

(English version below) „In euch tobt ein Kampf“, sagte er. „Ihr glaubt, euch entscheiden zu müssen zwischen Licht und Dunkel. Dabei überseht ihr, dass ihr die Grenze seid zwischen Tag und Nacht, dem Leben und dem Tod.“ Er hielt für einen Augenblick inne. Blickte in die Runde. Ließ die Worte sickern. „Fühlt ihr euch traurig,…

The Mystery Blogger Award

Die süße, süße Tempest hat mich zu meiner sehr großen Überraschung & Froide nominiert. Danke :o) . Ich erröte & verbeuge mich. The sweet, sweet Tempest nominated me to my very big surprise & joy. Thank you :o) … I blush & bow. *** Über den Mystery Blogger Award: / About the Mystery Blogger Award:…

Über die Liebe zur Welt …

Der Sommer war vorübergezogen, ehe sie es merkte. So sehr lebte sie im Augenblick. Da tat es keinen Abbruch, wenn es regnete oder schneite. Was es gerade nicht tat, schneien. Aber es regnete. Und es war kalt geworden, plötzlich. Wie eine Eidechse auf einem Fels erstarrte sie. Das Blut gefror ihr, sozusagen. War sie kaltblütig?…

HerbstSchatten / FallShadows

Unerwartete, letztendlich aber sehr willkommene „Models“ – die mich überholten und nicht sahen, dass ich dabei war, die Straße zu fotografieren. Ich drückte just den Auslöser, als sie von links und rechts in das Bild traten …  Unexpected „models“, but very welcome – they passed me not realizing I was just photographing the street. I…

The Very Sharpness Of The Fading Of Memory

But I remember the light very bright. Life’s secret … (… but this is another story …) On the threshold to a new (one) you feed your soul with love. I am loosing my sense for theeth or knives even arrows. There is no reason to fight anymore. Is this kindness? This also will be…

Gehen, Sehen … (13)

    Fragt ein Bison sich, wohin seine Wanderschaft ihn führt? Er geht. Darauf kommt’s wohl an. Er folgt dem, was er vor sich findet. Er bleibt nie, um eine Weide völlig abzugrasen. Das Gras hinter ihm richtet sich wieder auf, die Erde ist gepflügt von seinen Hufen. Vor ihm liegt aller Reichtum den er…

Gehen, Sehen …. (12)

  Wie erstes Herbstlaub wirbelten die Mütter mit den Kindern an ihren Händen über die Mariahilferstraße. Was würde geschehen, wenn sie sie losließen, später einmal? In welche Welt würden sie geschickt, entlassen, freigesetzt? Ich wünsche jedem Kind, einen, zumindest einen Menschen zu haben, der es einfach liebt. Oder Menschen, die in der Lage sind, Liebe…

Gehen, Sehen … (10)

Es war Samstag Morgen, als sie zu dem Treffen ging. Noch nicht allzu viele Menschen unterwegs. Der Tag versprach so richtig heiß zu werden. Das Sonnenlicht reflektierte sich in den Fensterscheiben und warf silberne Flecke auf gegenüber liegende Häuserfronten. Hin und wieder tuckerte ein Auto friedlich vor sich hin. Sie liebte die frühen Morgenstunden. Die…

Gehen, Sehen … (7)

Obdachlos im Sommer … sie fragte sich, wieviele warme Tage und Nächte es dieses Jahr noch geben würde. Es gab Menschen, die konnten nicht in Wohnungen leben. Die hielten es auch im Winter nicht in geschlossenen Räumen aus, riskierten lieber zu erfrieren, als irgendwo scheinbar eingemauert zu sein. Es gab Menschen, die wollten sich nicht…

Gehen, Sehen … (5)

Nein, sie würde nicht zur Philadelphia-Brücke gehen, sondern den Weg über die Tivoli-Gasse nehmen, in Richtung Schönbrunn. Sie ging an den Gassen, in denen sie zur Schule gegangen war, den Wohnungen ihrer Freundinnen und Freunde vorbei, die hier ebenfalls schon längst nicht mehr lebten. Sie konnte aber immer noch ihr Lachen hören. Ihr Weinen. Die…

Gehen, Sehen … (4)

  Die Hauptstraße wurde wieder einmal aufgerissen. Seit man sie zur Fußgängerzone erklärt hatte, damals Ende der Siebziger Jahre, kam sie nicht zur Ruhe. Immer wurde sie an einem Teil wieder aufgegraben, neu betoniert, mit Bäumen versehen, Bänken, Cafes … immer haftete ihr ganz besonders das Beiläufige, Nie-Völlig-Fertige an. Sie erinnerte sich noch an die…

Gehen, Sehen … (3)

Wien, Meidling Samstag Nachmittag. Es hatte einen Temperatursturz gegeben und heftig geregnet. Vermutlich deswegen waren so wenig Menschen zu sehen. Einige Läden waren bereits geschlossen. Die Straßen lagen ziemlich schläfrig und etwas trübe vor ihr. Das erinnerte sie an ihre Kindheit. Da schlossen samstags immer alle Geschäfte pünktlich um zwölf Uhr mittags … es schien…

Gehen, Sehen … (2)

  Ihr Heimatgrund. – Zumindest war sie dort aufgewachsen, und ja, dieser Bezirk hatte sie geprägt. Er hatte sich verändert, so wie sie selbst sich auch. Hatte er das? Hatte sie selbst? Ja und Nein, Ja und Nein … hinter den vielfältigen Erscheinungen schlagen immer noch menschliche Herzen. Damals wie heute. Morgen sicher auch noch…

Herr Herbst schickt Grüße …

Wie wohltuend die Tropfen des Regens auf die Seele fallen! Wie angenehm die Kühle sich auf der Haut anfühlt! Wie frei der Atem auf einmal ist. Sommer ist schön, so schön, aber Herbst auch. Kein Grund sich zu fürchten, nicht wahr? Die Geburt des Lichts findet in der dunkelsten Zeit statt. Wo denn auch sonst?…

End-Grenzt.

Und wieder war eine Grenze erreicht. Sie musste weiter gehen, zurücklassen, was ihr bekannt, vertraut geworden war, eine trügerische Art von Sicherheit zu vermitteln begann: es konnte nichts so bleiben, wie es war, denn es war ja nie, es entstand nur in jeglichem Augenblick. So warf sie alles ins Feuer, das der Erneuerung bedurfte. Sollte…

The Private (W)Holiness of Things

How very odd to keep feathers randomly picked up at some fey moment of life in a cupcoard meant for cups and plates and glasses for sweet summer wines stones, gifts of a life’s teacher brought from oh, Himalayah! I have the world not only there but in my soul my heart is an open house…

Night Falls

shadow walker stands still in silent thought rider of electric ray runs like mercurian thief & gambler collect them both in your memory keep them save breathing city of ten million & more souls love world world’s love spread it receive it multiply multi play play play play pray my love my love my love…

Happiness

Die Springerin hat ein neues Spielzeug. Sie legte sich Kopfhörer zu, zum ungestörten Hören von Musik, da die neue Nachbarschaft zumindest bei geöffneten Fenstern im Sommer dies unmöglich machte. Entweder, weil sie um drei Uhr morgens selbst niemanden aus dem wohlverdienten Schlaf reißen mochte oder auch untertags keinen Wert darauf legte, den hofseitig Lebenden stundenlang ihren…

Schattenspringen in New York (22) – Epilog

Die Schattenspringerin dankt: für die Möglichkeit zu reisen, der Stadt, die sie so freundlich behandelt hat, den Menschen, die ihr begegneten, die diese Reise erst zu der machten, die sie war. Und sie dankt jenen, die sie Anteil nehmend von Nah und Fern begleitet haben. Aus vollem Herzen dankt sie, in die ganze wundervolle, weite Welt…

Schattenspringen in New York (21)

Der Abschied nahte. Da jeder Augenblick mit intensiven Gefühlen erlebt wurde, war er da, ehe sie sich darauf vorbereiten konnte. Was vermutlich gut war, denn hätte sie Zeit gehabt darüber nachzudenken, wäre ihr das Kofferpacken, das Zusammengeklaube der verstreuten Dinge im Hotelzimmer nicht so leicht gefallen. So fiel sie am letzten Abend schließlich todmüde in…

Schattenspringen in New York (18)

Sie strolchte herum, die Tage waren lang und die Nächte etwas kühler. Das fand sie angenehm, und zu sehen gab es genug. Es wurde klar, dass sie wiederkommen musste. Sie mochte die Vielfalt dieser Stadt zu sehr, die Geschichte oder vielmehr ihre unzählichen kleinen, scheinbar unbedeuteten Geschichten, die ihr aber erst den unverwechselbaren Character gaben….

Schattenspringen in New York (9)

Es lag nahe, nämlich nicht nur im sprichwörtlichen, sondern im wahrsten Sinne des Wortes, das Empire State Building … hm, zu besteigen war nicht das richtige Wort bei hundertunddrei Stockwerken, von denen sie die ersten sechsundachtzig mit dem Lift fuhr. Aber die letzten sechzehn erkletterte sie tatsächlich (im Stiegenhaus steile und enge Treppen empor, nicht an…

Schattenspringen in New York (8)

Es gab etwas an der Brooklyn Bridge, das sie besonders schön fand. War es das verbindend Verbindliche zwischen zwei unterschiedlichen Welten (denn drüben in Brooklyn, da war es doch ein wenig anders, einfach ein wenig anders)? Die Architektur? Die jeweilige Perspektive, je nachdem, wo man gerade stand? Die atemberaubenden Ansichten, egal, wo man gerade stand?…

Schattenspringen in New York (6)

Es war seltsam. Sie, die so geräuschempfindlich war, Musik nur hörte, wenn sie wirklich Musik hören wollte und keine simple Berieselung, und schon gar nicht bei der Arbeit, schätzte. Sie, die in der Nacht beim kleinsten Geräusch augenblicklich hellwach wurde und danach nicht mehr einschlafen konnte. Sie, die irgendwie allergisch auf allzu laute Stimmen reagierte, die…

Schattenspringen in New York (5)

Unmöglich, diese Stadt in weniger als zwei Wochen zu erkunden. Unmöglich, eine Auswahl zu treffen. Zu sehr interessierten sie diese Straßen, Parks, Plätze und vor allem: ihre Menschen. Also ließ sie sich – wieder einmal, wie fast immer, wenn sie auf Reisen war – treiben. Sie ging einfach und folgte … ihrer Neugierde. Der Plan,…

Schattenspringen in New York (2)

Ein heftiger Regenguss zwang sie, unter einen Hotelbaldachin zu flüchten. Dort stand sie, zusammen mit dem Doorman des Hotels, und wartete. Sie sprachen über den Regen, er meinte, er würde Stunden andauern. Die Straßen schienen leer. Hin und wieder ging ein Passant – mit oder ohne Regenschirm – vorbei. Eine alte Frau schob ihren Rollator vor…

Schattenspringen in New York (1)

Die tosende, glosende, großartige Stadt bot sich täglich an, dies zu tun. Sie fühlte sich seltsam vertraut an. Die Springerin ging durch ihre Straßenschluchten, überquerte Brücken, fand ruhige Plätze und scharfe Kontraste. Sie liebte den Pulsschlag der Stadt. Er machte sie unruhig, ja. Konfrontierte sie mit sich selbst, mit allen Sehnsüchten und Ängsten und Freuden….

Spalt im Herz

Im Rückblick, nachdem bereits viel Zeit verstrichen war, konnte sie sagen … und hier, schon hier musste sie innehalten im Text. Denn das Ende dieser Liebe hatte sie damals sprachlos werden lassen, rückhaltlos, verstört und unsagbar traurig, sogar jetzt noch spürte sie einen Nachhall dessen. Es gab nichts zu verstehen, auch keinen Grund für Zorn, […]

Der Geist aus … dem Selbst … / The Genie from … Self …

Schattengleich entspringst du mir, verbeugst dich manchmal artig, manchmal tanzt du wild & frei, um mich herum, fährst in mich hinein, durch mich hindurch, mitten in das Leben allen Seins und verbindest mich mit dir, mit mir, mit ihm und ihr, denn wir sind eins. Ich kann springen, was ich will, manchmal bist du seitwärts,…

Das Ende einer Kerze / Candle’s End

Das Verschwinden der einen Gestalt erlaubt das Erscheinen einer neuen. Auch diese ist nur vorübergehend in dieser Welt. Wozu also festhalten an … ja, woran eigentlich? *** The dissolving of one shape allowes the appearance of another. Also that one is in this world only of temporary nature. So why do we hold on … yes,…

Springerin bereitet sich vor / Springerin prepares …

…ihre Fotos wollen ihr zur Zeit nicht so recht gelingen, ihr Blick scheint irgendwie getrübt. Auch die Worte tröpfeln spärlich. Es ist offenbar eine Zeit der Stille und der Innenschau. Allerdings plant die Springerin ihre nächste Reise. Sie führt nicht dorthin, wo sie ursprünglich geplant hatte zu reisen, aber sie freut sich unbändig. Überhaupt ist…

Blind gezeichnet, die Muse rief.

Nachdem ich voller Neugierde und Staunen die Selbstportraits, die blind gezeichnet wurden, bewundert hatte, merkte ich, das will ich auch machen. Und ebenso, dass mich meine Schüchternheit einbremste: Oh, die können so schön zeichnen, sogar blind! Ich kann das sicher nicht … Nachdem ich möglichst nie meiner Angst nachgebe, schnappte ich den nächsten Schreibblock und…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (11)

Am Tag vor dem Abflug wollte sie nochmal den Strand ausgiebig genießen. Stadt hatte sie in der ihren im Grunde eh genug. Obwohl ja jede über ihre wirklich eigene Seele verfügt, und Amsterdam hatte da etwas, das der ihren doch sehr entsprach. So putzte sie ihr Gefieder, gewissermaßen, und schritt dann los, ging an den smarten…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (6)

So hüpfen wir denn, Königin, zwischen den Regengüssen hin … schneller als die Monde kreisen …. (ziemlich frei nach Shakespeare) … … allerdings dauerte der Regen nie lange an. Kurz und heftig fielen die Güsse jeweils aus. Und als die Springerin dann auch noch das passende Schuhwerk fand, brachte sie nichts mehr aus der Fassung….

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (5)

Fortsetzung … Feiernde Menschen. Die Musik hatte sie schon von weitem gehört. Nun stand sie vor dem Gebäude, offenbar so etwas wie einem buddhistischen Zentrum. Das Fest allerdings fand etwas weiter entfernt in einem Strandcafé statt. Sie konnte die Menschen schemenhaft erkennen. Kinder tollten herum. Der Junge von vorhin war verschwunden, vermutlich hinter der nächsten Sanddüne,…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (3)

Fortsetzung … Und am Abend ein Spaziergang am Meer … was für eine Entdeckung, mit der sie überhaupt nicht gerechnet hatte. Im Inserat stand nichts davon, dass der Strand keine fünf Minuten vom Appartement entfernt lag. Lediglich wurde erwähnt, dass es ganz in der Nähe eine Straßenbahn gab, mit der man ungefähr zwanzig Minuten fuhr,…

Amsterdam … die Springerin auf Reisen (2)

Fortsetzung … Der Zauber der Stadt fing sie ein, indem sie sich dem Augenblick ergab. Sie strömte mit. Ging über die Brücke und gelangte ins berühmte Rotlichtviertel, ohne es gesucht zu haben. Fand die ebenso berühmten Schaufenster, in denen sich die Damen des Gewerbes zur Schau stellten. Zigaretten rauchten, während sie warteten, oder auf ihre…

Amsterdam – die Springerin auf Reisen … (1)

Sie reiste in der Walpurgisnacht – der richtigen, gemäß dem Stand des Mondes, nicht des Kalenders – los. Als der Flieger über der Stadt kreiste, um zur Landung anzusetzen, hing er – der Mond, nicht der Flieger – rund, schön, ernst, weiß und sagenhaft stumm am Himmelszelt und verhieß, so beschloss die Springerin, nur Gutes….

Die Tür zum Geheimnis / The Door To Secret

Unverhofft stand sie vor einer Türe, die so gar nicht in das nüchterne Ambiente modernen, urbanen Lebens passte. Sie schien auch ins Nichts zu führen, denn es spielte sich hinter ihr der tosende Verkehr der Stadt ab. Sie war ein wenig irritiert, dachte allerdings nach einer Zehntelsekunde, dass es sich hierbei um einen Verschlag handelte, in…

Des Zaunes Auge – The Fences Eye

wachsam folgt es dem vorüberziehenden Wanderer zu beschützen den im Teich ruhenden sanften Drachen des Lichts (…) treuer Wächter seines Herrn von Wind und Wetter gezeichnet nichtsdestotrotz standhaft der Liebe durchlässiges Herz das kann kein Schlingendraht verhindern vielleicht hält dieser auch nur aufrecht was zueinander gehört …